Finance IT


Lehren aus der Finanzkrise

Banken wollen Frühwarnsysteme verbessern

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Sechs von zehn deutschen Banken wollen bis 2011 ihr Risiko-Management auf Vordermann bringen und in Business Intelligence investieren. Bisher scheitern die Systeme an unterschiedlichen Datenbeständen und fehlender Vernetzung der Abteilungen.
Geplante Investitionen der Banken bis 2011.
Geplante Investitionen der Banken bis 2011.

Jetzt ist die IT schuld: BankenBanken schieben die Finanzkrise auf ihre Reporting-Systeme. Das hat wenigstens den Vorteil, dass das Risiko-Management unter die Lupe genommen wird. Bis 2011 wollen 61 Prozent der deutschen Geldinstitute laut einer Umfrage von Steria Mummert Consulting ihre Risikosteuerungs- und Controlling-Prozesse überprüfen. Top-Firmen der Branche Banken

Dass die nicht funktionieren, liegt nach Meinung der Befragten an historisch gewachsenen IT-Strukturen. Die bringen zwei Probleme mit sich: Zum einen existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Datenbestände. Zum anderen sind die Fachabteilungen untereinander nicht vernetzt.

Investitionen in moderne Business-Intelligence-Lösungen (BI) sollen das verbessern. Ziel ist, mit zentral verwalteten Daten und standardisierten Prüfverfahren die Informationsdichte zu steigern. Bankmitarbeiter sollen die Risiken von Finanzgeschäften dadurch besser einschätzen können.

Gut die Hälfte der Banken (52 Prozent) will zusätzlich ihre internen Kontrollsysteme ausbauen. So soll zum Beispiel ein oberster Risiko-Manager auf Vorstandsebene die Fäden zusammenführen. 55 Prozent der Befragten geben außerdem an, in Personalentwicklung zu investieren. Konkret: Die Mitarbeiter sollen im Erkennen versteckter Risiken geschult werden.

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