Mobile Trainingsunterlagen für Wagentechniker

Bei der Bahn lernen Techniker Zug um Zug

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der RWTH Aachen macht die Deutsche Bahn technische Unterlagen für ihre Techniker digital verfügbar. Der direkte Zugriff am Arbeitsplatz spart Zeit und erlaubt Einblicke in den Wissensschatz erfahrener Kollegen. Lernen Sie dieses Projekt auf dem DellEMC Forum kennen!

Täglich fahren 40.000 Züge über Deutschlands Schienen. Über eine Milliarde Kilometer legen die Fahrzeuge im Jahr zurück. Alleine 1400 Lokomotiven unterhält die Deutsche BahnDeutsche Bahn im PersonenverkehrPersonenverkehr. 85.000 Güterwagen sind in ihrem Bestand. Damit die 6,5 Millionen Reisenden pro Tag sicher an ihr Ziel kommen, müssen diese Fahrzeuge regelmäßig gewartet werden. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Bahn Top-Firmen der Branche Transport

Über eine Milliarde Kilometer legen die Züge jährlich in Deutschland zurück.
Über eine Milliarde Kilometer legen die Züge jährlich in Deutschland zurück.
Foto: Deutsche Bahn AG

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen und die Deutsche Bahn haben sich im Rahmen des Forschungsprojekts "PRiME" (Professional Reflective Mobile Personal Learning Environments) vorgenommen, Trainingsunterlagen für mobile Mitarbeiter wie Wagen- oder Signaltechniker zu digitalisieren, modular aufzuteilen und die Inhalte auch für mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen. Zu den Zielen gehört die Einbindung des Erfahrungswissens, das die Techniker erworben haben. Viele Techniker werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Ihr Erfahrungsschatz soll der neuen Mitarbeitergeneration zur Verfügung gestellt werden.

Doch gerade persönliche Anmerkungen in solchen Unterlagen können problematisch sein - nicht immer sind die Vorgehensweisen korrekt und standardisiert, nicht jeder soll auf alle Inhalte zugreifen können. Zudem kann die Fülle der Informationen das System so unübersichtlich machen, dass es unbrauchbar wird. Trotzdem sind die Vorteile der digitalisierten Trainingsunterlagen groß: Der direkte Zugriff am Arbeitsplatz auf relevante Informationen reduziert Wege- und Reaktionszeiten erheblich. Die Projektverantwortlichen rechnen damit, dass sich die Infrastrukturkosten schnell amortisieren.

Die Deutsche Bahn testet PRiME in verschiedenen Einsatzszenarien. Im Zuge der Einführung der neuen Hochgeschwindigkeitsgeneration ICE 4 könnte PRiME etwa verwendet werden, um Techniker auszubilden, den Umgang mit Schadcodes zu verbessern und das verfügbare Wissen an alle zu verteilen, denen es bei der Arbeit hilft.

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