Umstrittene Studie

Bei Spam-Abwehr ist Yahoo top, GMX ein Flop

20.04.2010
Von  und Nicolas Zeitler
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Spam und Anti-Spam im Dauerwettlauf

Dies vor dem Hintergrund, dass laut Angaben des Bonner Informationsdienstes "Neues Arbeitsrecht für Vorgesetzte" neun von zehn Deutschen zugeben, am Arbeitsplatz auch privat ins Internet zu gehen. Die Hälfte davon sogar mehr als drei Stunden pro Woche. Nach einer Studie von Osterman Research verschicken 82 Prozent der Mitarbeiter Unternehmensnachrichten über ihren privaten Account, falls die Geschäftsführung den Versand größerer Dateien per Mail verbietet.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betont, dass die Menge an Spam vermutlich höher ausgefallen wäre, wenn die Test-Accounts länger bestanden hätten. Zum Zeitpunkt der Studie waren die Konten maximal drei Monate alt.

Unter dem Begriff Spam verstehen die Forscher nicht nur externe E-Mails, sondern auch Werbemitteilungen des Dienstanbieters, deren Erhalt der Nutzer nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Alle Tester hatten Spam-Abwehr aktiviert, und zwar die Standardeinstellungen der persönlichen Spam-Filter.

Die Fraunhofer-Gesellschaft glaubt nicht, dass der Wettlauf zwischen Spammern und ihren Abwehrern so schnell vorbei ist. Die Autoren der Studie schreiben, dass "die Dienstanbieter immer wieder die technischen Abwehrmaßnahmen gegen Spam verändern und Spammer immer wieder neue Angriffsvarianten entwickeln".

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