Leihfahrrad-Anbieter

Berliner Datenschutzbeauftragte prüft Sicherheitslücke bei Obike

03.04.2018
Die Berliner Datenschutzbeauftragte, Maja Smoltczyk, will prüfen, ob der Leihfahrrad-Anbieter Obike mit einer Sicherheitslücke gegen Datenschutzgesetze verstoßen hat. Das teilte ein Sprecher von Smoltczyk auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Es wird ein Prüfverfahren eingeleitet. Dieses Verfahren ist ergebnisoffen", sagte der Sprecher.
Fahrräder von Obike.
Fahrräder von Obike.
Foto: Aizuddin Saad - shutterstock.com

Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte im Dezember über eine Sicherheitslücke bei Obike berichtet. Demnach sollen Namen, Kontaktinformationen, Profilfotos und Bewegungsdaten von Nutzern aus aller Welt mindestens zwei Wochen lang offen im Internet einsehbar gewesen sein. Laut BR-Recherchen hätten die Social-Media-Funktionen der Obike-App den Zugriff auf die Daten ermöglicht.

Das Unternehmen bestätigte auf Anfrage, dass es im November ein Sicherheitsproblem gegeben habe. Dieses sei jedoch binnen einer Woche behoben worden und habe "maximal 100 Nutzer" in Deutschland betroffen. "Es besteht laut Angaben der IT-Abteilung kein Sicherheitsrisiko mehr", teilte eine Sprecherin mit.

Obike hat seinen Hauptsitz in Singapur und wurde erst im vergangenen Jahr gegründet. In Deutschland ist das Unternehmen mit insgesamt rund 8.000 Fahrrädern in Berlin, München, Frankfurt am Main und Hannover vertreten. Größte Konkurrenten sind Call-a-Bike, eine Tochter der Deutschen Bahn, sowie die Unternehmen Nextbike, Mobike und Byke. (dpa/rs)

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