Business Intelligence FAQ

BI - Definition und Bedeutung

Mary K. Pratt ist freiberufliche Journalistin in Massachusetts.


Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.
Business Intelligence (BI) verwandelt Daten in Insights und hilft bei der Entscheidungsfindung im Unternehmen. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Thema wissen müssen.
Ohne Business Intelligence geht nicht. Doch was genau versteht man darunter eigentlich?
Ohne Business Intelligence geht nicht. Doch was genau versteht man darunter eigentlich?
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Seit Jahren investiert das Gros der Unternehmen weltweit Unsummen in Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) Tools und -Plattformen. Ganz regelmäßig scheitern BI-Initiativen an mangelndem Verständnis für die Software oder weil diese nicht zu den Anforderungen des Unternehmens passt. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Business Intelligence wissen müssen. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Business Intelligence - wie sieht die Definition aus?

Business Intelligence nutzt Software und Services, um aus Daten nutzbare Insights zu generieren, die Unternehmen bei strategischen Entscheidungen unterstützen. BI Tools nutzen und analysieren folglich Datensets und präsentieren das Ergebnis ihrer Analyse in Form von Reportings, Dashboards, Grafiken, Diagrammen oder Heat Maps. Handelt es sich dabei um das richtige Tool für die Einsatzzwecke des Unternehmens, geben solche BI-Analysen detaillierte Einblicke in den Status Quo des Geschäfts.

Daneben wird der Begriff Business Intelligence auch auf eine Reihe von Software Tools angewandt, die ebenfalls Business Insights aus bereits existierenden Datensätzen generieren.

Wie sieht BI in der Praxis aus?

Reporting ist ein grundlegender Aspekt von Business Intelligence - das Dashboard so etwas wie der Urtyp der BI Tools. Dabei handelt es sich um gehostete Applikationen, die verfügbare Daten automatisch zusammenziehen und Werte, die den aktuellen Status des Unternehmens wiederspiegeln, in Grafiken oder Diagrammen darstellen.

Natürlich geht es bei BI nicht nur um das Erstellen von Reportings. Business Intelligence Software kann zwar keine Aussage darüber treffen kann, was passiert, wenn Unternehmen einen bestimmten Kurs einschlagen. Aber BI bietet die Möglichkeit, Daten auf bestimmte Trends oder Entwicklungen hin zu untersuchen, um auf dieser Grundlage bessere Geschäftsentscheidungen treffen zu können.

Ein Unternehmen, das beispielsweise seine Supply Chain besser managen möchte, braucht Business-Intelligence-Fähigkeiten, um herauszufinden, wo Verzögerungen auftreten und in welchen Bereichen Optimierungspotenzial besteht. Dasselbe Unternehmen könnte BI aber einsetzen, um zu ermitteln, welches seiner Produkte oder welche seiner Auslieferungsarten von den Verzögerungen am stärksten betroffen sind.

Dass die potenziellen Anwendungsfälle von Business Intelligence weit über die gängigen Business-Performance-Metriken (mehr Umsatz, weniger Kosten) hinausgehen, zeigt auch das Beispiel des Schulsystems in Columbus, Ohio, USA: Dort kommen BI Tools zum Einsatz, um verschiedene Metriken zu analysieren - von der Anwesenheitsrate der Schüler bis hin zu ihrer durchschnittlichen Performance.

Wo liegt der Unterschied zu Business Analytics?

Business Intelligence ist deskriptiv, gibt also Aufschluss darüber, was aktuell passiert und wie die Entwicklungen der Vergangenheit dazu beigetragen haben. Business Analytics bezeichnet als Dachbegriff hingegen prädiktive Datenanalyse-Techniken. Diese können Aufschluss darüber geben, wie sich bessere Ergebnisse erzielen lassen. Business Analytics stellt eine Unterkategorie von Data Analytics (im Unternehmenseinsatz) dar.

Business Intelligence und Business Analytics unterscheidet jedoch mehr als nur der zeitliche Bezug. Vielmehr dreht sich die Frage darum, für wen Business Intelligence eigentlich gedacht ist. Wie dieser Blogpost von Stitchdata erklärt, will BI dem Management Snapshots zum aktuellen Status Quo des Unternehmens vermitteln. Für Business Analytics ist der Einsatz von Data Scientists nötig, die die Ergebnisse entsprechend analysieren und interpretieren. Business Intelligence Tools hingegen verfolgen das Ziel, möglichst verständlich und intuitiv nutzbar zu sein - auch für Anwender ohne technischen Hintergrund.

Welche Business-Intelligence-Strategien gibt es?

In der Vergangenheit waren vor allem IT-Profis die Nutzer von Business-Intelligence-Applikationen. Das hat sich durch eine deutlich gestiegene Benutzerfreundlichkeit inzwischen drastisch verändert - BI-Nutzer kommen inzwischen aus sämtlichen Bereichen im Unternehmen.

Cindi Howson, Research Vice President bei Gartner, unterscheidet zwei Arten der Business Intelligence: "Bei der traditionellen oder klassischen BI, erzeugen IT-Experten auf Grundlage transaktionaler, interner Daten Reports. Bei der modernen Variante von Business Intelligence interagieren Business-Nutzer mit agilen, intuitiven Systemen, um mehr Daten in kürzerer Zeit zu analysieren."

Laut der Gartner-Expertin nutzen Unternehmen klassische BI gezielt für bestimmte Reportings, die ein besonderes Maß an Genauigkeit erfordern - etwa wenn es um regulatorische Anforderungen oder Finanzberichte geht. Moderne Business Intelligence Tools kommen laut Howson hingegen vor allem dann zum Einsatz, wenn Insights in dynamische, sich schnell wandelnde Bereiche wie beispielsweise das Event Marketing gewünscht sind. Schließlich sei hier Geschwindigkeit das Maß aller Dinge, nicht hundertprozentige Korrektheit.

Obwohl Business Intelligence die Grundlage für bessere, informiertere Geschäftsentscheidungen bildet, haben viele Unternehmen mit der Implementierung einer effektiven Business-Intelligence-Strategie zu kämpfen - schlechten Datenpraktiken und taktischen Fehlern sei Dank.

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