Innovation und Karriere bei EY

Blockchain meets Wirtschaftsprüfung

19.10.2021
Anzeige  In vielen Unternehmen ist Blockchain kaum ein Thema – noch. EY dagegen stellt sich hier bereits breit auf und integriert neueste Technologien in den Prüfungsansatz und die eigene Software.
Alexander Weiß ist Associate Partner in der Wirtschaftsprüfung von EY.
Alexander Weiß ist Associate Partner in der Wirtschaftsprüfung von EY.
Foto: Ernst & Young

Alexander Weiß ist Associate Partner in der Wirtschaftsprüfung von EY und schätzt, dass in Zukunft ein Großteil der klassischen Ein- und Verkäufe von Unternehmen über Blockchains abgewickelt wird. Abschlussprüfer/-innen könnten dann beispielsweise Umsatzerlöse unter Einbeziehung der jeweiligen Blockchain nahezu vollständig softwarebasiert prüfen. Der Vorteil: Die dadurch frei werdenden Kapazitäten können für einen noch stärkeren Fokus auf Prüfungsgebiete genutzt werden, die eine komplexere Beurteilung erfordern.

Der digitale Ansatz in der Wirtschaftsprüfung von EY: Connected, Automating, Analyzing

Unter "Connected" versteht EY ein effizientes, flexibles und digitales Projektmanagement in Echtzeit. Im Zentrum steht dabei die unternehmenseigene webbasierte Prüfungsplattform EY Canvas. "EY Canvas hat uns besonders während des ersten Lockdowns im März 2020 geholfen. Obwohl alle Prüfungsteams und Mandant/-innen von einem Tag auf den anderen ins Home-Office wechseln mussten, konnten wir die laufenden Abschlussprüfungen nahtlos und qualitativ hochwertig beenden", berichtet Alexander Weiß.

Insgesamt bietet die Plattform zahlreiche Vorteile, wie etwa bei internationalen Konzernprüfungen mit Beteiligten aus verschiedenen Teams und Ländern oder der Prüfungsnachweisübermittlung durch Mandant/-innen. Neben klassischen Projektmanagement-Funktionen bietet EY Canvas individuelle Prüfungspläne, die auf die Besonderheiten der einzelnen Mandant/-innen zugeschnitten sind. Während einer Prüfung wird die jeweilige Canvas laufend angepasst, sodass zum Beispiel Gesetzesänderungen oder Neuerungen von Standardsettern direkt umgesetzt werden können.

Als zweiten Baustein hat EY den Faktor "Automating" in die Abschlussprüfung integriert. Dabei wurden Prozessschritte zunächst standardisiert und anschließend automatisiert. Simple und repetitive Tätigkeiten werden dadurch den Prüfungsassistent/-innen abgenommen, sodass diese sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren können.

"Analyzing" ist schließlich das dritte Kernmerkmal der digitalen Abschlussprüfung bei EY. "Wir setzen Datenanalysen in jeder Phase der Prüfung flächendeckend ein, von der Planung bis zur Berichterstattung. Das hilft uns, die Prüfungsqualität zu erhöhen", erzählt Alexander Weiß. "Durch zielgerichtete Analysen können wir uns auf Ausreißer und unerwartete Entwicklungen fokussieren, Ursachen ermitteln und flexibel reagieren."

Neben klassischen Datenanalysen wie Trendanalysen, Relationen oder Ausreißeranalysen sind dabei auch statistische und innovative Methoden in den Prüfungsansatz integriert, beispielsweise Process Mining. Auch weitere innovative Elemente wie künstliche Intelligenz oder Predictive und Prescriptive Analytics werden laut Weiß eine immer größere Bedeutung in der Datenanalyse einnehmen und die Prüfung kontinuierlich verändern.

Werden Wirtschaftsprüfer/-innen also mehr und mehr durch KI ersetzt?

"Die fortschreitende Integration von künstlicher Intelligenz wird sicher dazu führen, dass der Automatisierungsgrad auch für komplexere Tätigkeiten erhöht wird. Bereits heute können Abschlussprüfungen weitgehend virtuell durchgeführt werden. Bei den Non-Routine-Prozessen und ermessensbehafteten Prüfungsgebieten wird es aber noch sehr lange dauern, bis künstliche Intelligenz belastbare Ergebnisse liefern kann. Bis dahin bleibt die persönliche Anwesenheit in bestimmten Fällen sinnvoll und qualitätserhöhend. Außerdem wird die Verantwortung - und am Ende auch die Haftung - auf absehbare Zeit bei den jeweiligen Wirtschaftsprüfer/-innen bleiben.

Ob KI, aber auch Drohnen, Augmented Reality und Hologramme die physische Präsenz in Zukunft vollständig ersetzen können, wird sich zeigen. KI wird unseren Job also definitiv verändern, uns aber nicht ersetzen", prognostiziert Weiß. Die vielfältigen Profile der EY-Mitarbeitenden, häufig mit Schwerpunkt im Digital-Bereich, beweisen: Die Zeit der reinen BWLer/-innen ist vorbei - die neuen Must-haves lauten technisches Interesse und Begeisterung für Veränderungen.

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