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Supply Chain

BMW erhöht Nachhaltigkeit mit der Cloud

Bernd Reder ist freier Journalist und Autor mit den Schwerpunkten Technologien, Netzwerke und IT in München.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts nutzt BMW eine Cloud-Plattform von Material.One, um den Einsatz und die Wiederverwertung von Materialien zu optimieren.
Beim Forschungsprojekt "Future Sustainable Car Materials" (FSCM) erprobt BMW zusammen mit Partnern wie der TU München, mehreren Fraunhofer-Instituten, Material.One und Thyssenkrupp, wie sich Rohstoffe und Materialien innerhalb einer Kreislaufwirtschaft wiederverwenden lassen.
Beim Forschungsprojekt "Future Sustainable Car Materials" (FSCM) erprobt BMW zusammen mit Partnern wie der TU München, mehreren Fraunhofer-Instituten, Material.One und Thyssenkrupp, wie sich Rohstoffe und Materialien innerhalb einer Kreislaufwirtschaft wiederverwenden lassen.
Foto: BMW Group

Themen wie ESG (Environmental - Social - Governance) und Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) werden immer wichtiger - auch für AutomobilherstellerAutomobilhersteller. Deshalb hat die BMW GroupBMW Group mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das Forschungsprojekt "Future Sustainable Car Materials" (FSCM) gestartet. Top-500-Firmenprofil für BMW AG Top-Firmen der Branche Automobil

Es soll den CO2-Fußabdruck reduzieren, der beim Gewinnen, Verarbeiten und Wiederverwerten von Materialien. Nach dem Prinzip der Circular Economy werden dazu Sekundärmaterialien in den Kreislauf eingespeist. Dies sind Rohstoffe, die durch Recycling gewonnen wurden.

Mit dem Visionsfahrzeug i Vision Circular gibt BMW einen Ausblick auf einen kompakten BMW mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Luxus für das Jahr 2040. Designziel des BMW i Vision Circular war es, ein Fahrzeug zu gestalten, das für geschlossene Materialkreisläufe optimiert ist und eine Quote von 100 % recycelten Materialien bzw. 100 % Recyclingfähigkeit erreicht.
Mit dem Visionsfahrzeug i Vision Circular gibt BMW einen Ausblick auf einen kompakten BMW mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Luxus für das Jahr 2040. Designziel des BMW i Vision Circular war es, ein Fahrzeug zu gestalten, das für geschlossene Materialkreisläufe optimiert ist und eine Quote von 100 % recycelten Materialien bzw. 100 % Recyclingfähigkeit erreicht.
Foto: BMW AG

"Derzeit ist es besonders herausfordernd, Materialien aus verschiedenen Wertstoffströmen in einer gleichbleibend hohen Qualität für den Kreislauf bereitzustellen", sagt Martin Derks, Entwicklung Gesamtfahrzeug, Leiter Kunststoffe bei der BMW Group und Projektleiter von FSCM. "Um dafür Lösungen zu entwickeln, arbeiten bei dem Projekt Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen in der Werkstoffentwicklung zusammen."

Datenaustausch entlang der gesamten Lieferkette

Ein Kreislaufmodell erfordert jedoch einen reibungslosen Informations- und Datenaustausch zwischen OEMs, Test- und Zertifizierungslaboren, Behörden und Endverwertern von Fahrzeugen. Diese Daten stellt die Supply ChainSupply Chain CollaborationCollaboration Platform von Material.One zur Verfügung. Sie läuft auf Microsofts Azure-Cloud. Die Daten werden in Rechenzentren in Europa gespeichert. Alles zu Collaboration auf CIO.de Alles zu Supply Chain auf CIO.de

Die Prozesse, die beim Projekt FSCM eingerichtet wurden
Die Prozesse, die beim Projekt FSCM eingerichtet wurden
Foto: Material.One AG

Die Grundlage ist ein einheitliches, maschinenlesbares Datenformat. Dadurch werden alle am Projekt beteiligten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden über Materialkonzepte, Prüfergebnisse und Prozessrouten informiert - und dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Außerdem lassen sich die Daten während der Fahrzeugentwicklung als "Digitaler Zwilling" nutzen. Vor allem bei neuen, recycelbaren Naturstoffen erleichtert dies die Qualitätssicherung. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Materialien schneller anpassen lassen, wenn dies Markttrends, Vorschriften oder Kundenwünsche erfordern.

Auch Mercedes nutzt die Plattform

"Wir sind stolz darauf, Partner der BMW Group zu sein. Dadurch können wir zeigen, wie flexibel die Material.One-Plattform ist, vor allem, wie alle Prozessbeteiligten von der End-zu-End-Verknüpfung der gesamten Supply Chain profitieren", erklärt Bernd Löhle, CEO von Material.One.

Bernd Löhne, CEO von Material.One: "Wir sind stolz darauf, Partner der BMW Group zu sein. Dadurch können wir zeigen, wie flexibel die Material.One-Plattform ist, vor allem, wie alle Prozessbeteiligten von der End-zu-End-Verknüpfung der gesamten Supply Chain profitieren."
Bernd Löhne, CEO von Material.One: "Wir sind stolz darauf, Partner der BMW Group zu sein. Dadurch können wir zeigen, wie flexibel die Material.One-Plattform ist, vor allem, wie alle Prozessbeteiligten von der End-zu-End-Verknüpfung der gesamten Supply Chain profitieren."
Foto: Material.One - Adesso

Auch Mercedes setzt seit Herbst 2022 für die digitale Bemusterung von Fahrzeugteilen die Plattform des Unternehmens ein. Der Automobilhersteller nutzt sie als Bindeglied zwischen seinen Werken und Prozessbeteiligten wie Lieferanten, Sublieferanten und Prüflaboren.

BMW Group | Nachhaltige Fertigung
Branche: Automobil
Use Case: Zugang zu Daten für alle Mitglieder der Lieferkette
Lösung: Datenaustausch in einheitlichem Format über eine Cloud-Plattform
Partner: Material.One

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