Künstliche Intelligenz

Bosch investiert 500 Millionen Euro in Vernetzung

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Industriekonzern Bosch digitalisiert seine Fertigung weiter und setzt dabei auf künstliche Intelligenz.
Bosch zielt mittels KI auf eine Null-Fehler-Produktion ab.
Bosch zielt mittels KI auf eine Null-Fehler-Produktion ab.
Foto: Robert Bosch GmbH

Bis 2025 will BoschBosch eine halbe Milliarde Euro ausgeben, um seine Werke zu digitalisieren und zu vernetzen. Der Konzern erhofft sich davon Einsparungen in doppelter Höhe der Investition. Die Stuttgarter beginnen in der Antriebssparte des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Diese wird eine neue Analyse-Plattform nutzen, die den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI)künstlicher Intelligenz (KI) ermöglichen soll. Bosch will KI-basiert Anomalien und Störungen im Fertigungsprozess frühzeitig erkennen, den Ausschuss reduzieren und die Produktqualität steigern. Entwickelt wurde die Plattform vom hauseigenen Bosch Center for Artificial IntelligenceArtificial Intelligence (BCAI). Top-500-Firmenprofil für Bosch Alles zu Artificial Intelligence auf CIO.de Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Bosch zielt auf eine Null-Fehler-Produktion ab und will die KI-Lösung noch 2021 weltweit in rund 50 Werken seiner Antriebssparte implementieren. Damit würde das Unternehmen mehr als 800 Fertigungslinien anbinden. Die Analyse-Plattform soll täglich über eine Milliarde Datennachrichten speichern. Der Konzern will die Erfahrungen aus diesem Projekt für die Weiterentwicklung anderer KI-Techniken nutzen und alle rund 240 Werke technologisch aufrüsten.

Sensordaten informieren über Schwankungen im Verfahren

Bosch-CDO und CTO Michael Bolle stützt seine Berechnung des künftigen Einsparpotenzials auf bisherige Erfahrungen in Pilotwerken. Dort sanken die Kosten pro Jahr um Summen zwischen einer und zwei Millionen Euro.

Das BCAI arbeitet mit den Werken des Geschäftsbereiches zusammen. Die entstandene KI-Lösung sammelt und bereitet automatisiert Messwerte aus unterschiedlichen Quellen für die Analyse auf. Dafür nutzt sie die Industrie 4.0Industrie 4.0-Software Nexeed Manufactring Execution System (MES) von Bosch Connected Industry. Sensordaten aus Maschinen ermöglichen es, Schwankungen in unterschiedlichsten Fertigungsverfahren zu ermitteln. Nexeed bearbeitet und visualisiert die Daten und Codes, damit die KI eine Handlungsempfehlung abgeben kann. Die letzte Entscheidung bleibt beim Mitarbeiter. Dabei nutzen die Kollegen Dashboards, die individuell konfiguriert und auf lokale Anwendungsfälle sowie die entsprechende KI-Analyse zugeschnitten sind. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Robert Bosch hatte die gleichnamige GmbH 1886 in Stuttgart gegründet. Heute beschäftigt der Konzern knapp 395.000 Mitarbeiter und setzte im Geschäftsjahr 2020 nach vorläufigen Zahlen 71,6 Milliarden Euro um.

Robert Bosch GmbH| Künstliche Intelligenz
Branche: AutomotiveAutomotive, IndustrietechnikIndustrietechnik, Gebrauchsgüter u.a.
Use Case: Verbesserung der Fertigung, Kosten senken
Tool: KI-basierte Analyse-Plattform
Hersteller: Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI)
Rollout: noch 2021 in 50 Werken, danach unternehmensweit
Investition: insgesamt 500 Millionen Euro bis 2025 Top-Firmen der Branche Automobil Top-Firmen der Branche Industrie

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