Zeitfresser im Büro

Büroangestellte verschwenden 3,5 Jahre ihres Lebens mit unnötigen E-Mails

03.07.2007
Von Nina Gut

Doch Theorie ist nicht gleich Praxis: Obwohl die Befragten von einer höheren Effektivität des Telefons überzeugt sind, zeigen die Studienergebnisse, dass viele Angestellte selten das Telefon benutzen. Stattdessen diskutieren sie komplexe Sachverhalte via E-Mail mit vielen anderen Kollegen in Kopie. Dabei waren 43 Prozent der Meinung, dass nur jede zehnte E-Mail die Botschaft klar und deutlich übermittelt. Somit fluten E-Mails weiterhin die Inboxen, und es kostet viel Zeit, diese wieder aufzuräumen. Auch mobile Geräte wie PDAs verstärken die E-Mail-Lawine. Die Notwendigkeit, jederzeit erreichbar zu sein, führt dazu, dass Mitarbeiter auch daheim E-Mails lesen und sofort beantworteten.

Telefongespräche haben - neben der Effizienz - noch einen weiteren Vorteil: Der soziale Kontakt wirkt sich förderlich auf die Entstehung sozialer Bindungen aus. So entsteht Team-Geist. E-Mails beeinflussen diesen Prozess eher negativ, zeigt die Studie.

"Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die E-Mail-Nutzung außer Kontrolle geraten ist“, sagt Peter Thomson, Direktor des "The Future Work Forum“ am Henley Management College. "In vielen Büros reden die Kollegen nicht mehr miteinander, sondern schreiben lieber E-Mails. Dabei kann die verstärkte Nutzung des Telefons, idealerweise kombiniert mit einem Headset, das Problem auflösen. E-Mails sollten dann nur noch eingesetzt werden, um die Ergebnisse aus einem Telefonat für alle zu dokumentieren."

Für die Studie wurden 180 Manager in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Schweden befragt.

Zur Startseite