CIO Auf- und Aussteiger


Schallbruch ausgebootet?

Bundes-CIO: Hans Bernhard Beus soll es machen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nun also doch nicht Martin Schallbruch aus dem Bundesinnenministerium, und auch nicht der von den CIO-Usern favorisierte Harald Lemke: Hans Bernhard Beus soll laut gut informierten Kreisen der erste deutsche Bundes-CIO werden. Derzeit ist der Staatssekretär, von Haus aus Jurist, mit dem Bürokratieabbau beschäftigt. Die Bundesregierung will die Personalie nicht bestätigen.
Wird er der erste Bundes-CIO? Staatssekretär Hans Bernhard Beus
Wird er der erste Bundes-CIO? Staatssekretär Hans Bernhard Beus

Eins dürfte jedenfalls feststehen: Für die IT richtig in die Tasche zu greifen, könnte sich Hans Bernhard Beus in seinem neuen Job nicht erlauben. Bisher ist er hauptamtlich mit Sparen beschäftigt, fungiert der Staatssekretär doch als "Koordinator der Bundesregierung für Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung im Kanzleramt". Aufgabe: Die Bürokratiekosten bis 2011 um 25 Prozent zu verringern.

Zu diesem Zwecke will Beus, der es schade findet, dass der Begriff Bürokratie so negativ besetzt ist, ein Standardkosten-Modell anwenden. Damit sollen Ausgaben gemessen werden, die natürlichen oder juristischen Personen durch Informationspflichten entstehen. Seit Anfang 2007 ist dieses Modell im Einsatz, die Experten arbeiten mit dem Statistischen Bundesamt zusammen.

Nach eigenen Worten misst Hans Bernhard Beus der IT und IT-gestützten Lösungen zur Kostensenkung einen hohen Stellenwert bei. "IT-Lösungen bringen uns zugleich voran beim E-Government und tragen so zur Modernisierung der Verwaltung bei", so der Staatssekretär.

Glaubt man den Medienberichten, gibt es gegen Beus' Wahl zum Bundes-CIO Widerstand aus dem Bundesfinanzministerium.

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