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eHealth-Strategie

Charité forciert smarten Datenaustausch

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Für den leichteren Austausch von Behandlungsdaten setzt die Charité auf eine gemeinsame Infrastruktur mit dem Krankenhausbetreiber.
Das heutige 3.000-Betten-Haus Charité war ursprünglich ein Pest-Lazarett.
Das heutige 3.000-Betten-Haus Charité war ursprünglich ein Pest-Lazarett.
Foto: Charité - Universitätsmedizin Berlin

Die Berliner Klinik Charité will Infektionen effektiver managen und Intensivpatienten besser betreuen. Dafür setzt sie auf erleichterten Datenaustausch. Partner ist der kommunale Krankenhausbetreiber VivantesVivantes. Beide Partner verorten das Projekt im Rahmen einer eHealth-Strategie "auf dem Weg zur Gesundheitsstadt Berlin 2030". Top-500-Firmenprofil für Vivantes

Martin PeukerMartin Peuker, CIO und Leiter des Geschäftsbereichs IT der Charité, erklärt: "Beim Infektionsmanagement geht es um die Vernetzung der Hygiene-Datenbanken beider Häuser miteinander sowie mit Labor Berlin. Ziel ist es, Patienten mit multiresistenten Erregern frühzeitig und konsequent zu isolieren. Beim Einsatz in der Intensivmedizin tragen wir durch die automatische Einspielung der Daten zu einem Behandlungsstart ohne Verzögerung bei." Peuker will die beiden Use Cases bis Herbst dieses Jahres umsetzen. Profil von Martin Peuker im CIO-Netzwerk

Patienten und der Klinik Mehrfachuntersuchungen ersparen

Das heißt konkret: Medizinische Fachkräfte sollen künftig auf Patientendaten wie zum Beispiel Laborwerte und Vitalzeichen zugreifen können. Das Krankenhaus will Mehrfachuntersuchungen vermeiden und Wartezeiten während der Behandlung verkürzen. Die Klinik spricht von der Verbesserung der "Patient Journey". Charité und Vivantes bekommen dabei externe Unterstützunt durch die Berliner Beraterfirmen eHealth.Business und März AG sowie durch den österreichischen Spezialisten Pine-IT.

Das traditionsreiche Klinikum und der kommunale Krankenausbetreiber setzen damit eine bestehende Zusammenarbeit fort: 2021 haben sie die gemeinsame digitale Behandlungsakte eingeführt. Die heutige "Charité - Universitätsmedizin BerlinCharité - Universitätsmedizin Berlin" mit ihren rund 3.000 Betten geht auf eine Entscheidung des preußischen Königs Friedrich I. zurück, der Ende 1709 die Pest in den Griff bekommen wollte und Lazarette gründen ließ. Top-500-Firmenprofil für Charité - Universitätsmedizin Berlin

Charité | Datenaustausch
Branche: GesundheitGesundheit/Healthcare
Use Case: einfacher Austausch medizinischer Behandlungsdaten
Mittel: Vernetzung von Datenbanken
Partner: Krankenhausbetreiber Vivantes
Berater: eHealth.Business und März AG (beide Berlin), Pine-IT, St. Peter in der Au (Österreich) Top-Firmen der Branche Gesundheit

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