CIO Auf- und Aussteiger


Hamburg Port Authority

CIO Saxe jetzt auch Chief Digital Officer



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
"Die klassische Rolle des CIOs, der IT-Strategie und IT-Architektur managt, reicht heute nicht mehr aus", sagt Sebastian Saxe gegenüber CIO.de

Sebastian Saxe hat zwar noch keine neuen Visitenkarten und noch kein neues Schild an seinem Büro im Hamburger Hafen. Doch auch ohne diese äußeren Veränderungen ist der CIO des Hamburger Hafens, offiziell Hamburg Port Authority genannt, seit Mai 2014 zusätzlich zu seinem Amt als CIO auch noch Chief Digital Officer (CDO).

Sebastian Saxe von der Hamburg Port Authority (HPA) ist nicht nur CIO, sondern neuerdings auch CDO.
Sebastian Saxe von der Hamburg Port Authority (HPA) ist nicht nur CIO, sondern neuerdings auch CDO.
Foto: Joachim Wendler

"Die klassische Rolle des CIOs, der IT-Strategie und IT-Architektur managt, reicht heute nicht mehr aus", sagte Saxe in einem Gespräch mit CIO.de. "Denn die Digitalisierung durchdringt inzwischen alle Geschäftsbereiche." Dabei nennt Saxe als zwei Beispiele das Internet der Dinge (beziehungsweise Internet of Everything) und die Allgegenwart von mobilen Geräten.

Um die digitale Fortentwicklung des Hamburger Hafens zu bewältigen, will Saxe künftig vorausschauend auf die Geschäftsbereiche zugehen, um sich beratend einzumischen. Saxe: "Transformation geht nicht auf Zuruf."

12 Projekte auf Welthafenkonferenz im Juni 2015 in Hamburg

2015 wird Hamburg die Welthafenkonferenz ausrichten. Sie findet weltweit alle zwei Jahre statt.
2015 wird Hamburg die Welthafenkonferenz ausrichten. Sie findet weltweit alle zwei Jahre statt.
Foto: Sebastian Saxe, Hamburg Port Authority

Dabei sieht sich Saxe auch als eine Art Chief IT-Moderator, der die Megatrends der Zukunft in Geschichten fasst. "Wir wollen uns intensiv mit den Veränderungen auseinandersetzen."

Zur Welthafenkonferenz, der Konferenz der International Association of Ports and Harbors, die die Hamburg Port Authority und die Stadt im Juni 2015 in Hamburg ausrichten, will Saxe erste Prototypen zeigen, die zu Keimzellen der Veränderung werden sollen. Zwölf ProjekteProjekte zum intelligenten Hafen soll es dann geben. Alles zu Projekte auf CIO.de

Sensoren und Big DataBig Data werden immer wichtiger, sagt Saxe. Zwei Themen, mit denen sich der Digital-Chef unter dem Motto "Smart Port Hamburg" in Vorbereitung auf die Welthafenkonferenz gerade beschäftigt. Alles zu Big Data auf CIO.de

Smart City und Smart Port - dank Sensoren und Internet of Everything

Ganz schön komplex: Ein Blick auf das Containerterminal im Hamburger Hafen.
Ganz schön komplex: Ein Blick auf das Containerterminal im Hamburger Hafen.
Foto: Eurogate

Als ein Beispiel nennt Saxe das Projekt Smart Road - in Zusammenarbeit mit Cisco. Mit Sensoren und Positionssendern werden das Verkehrsaufkommen, der Verkehrsfluss und die Ladung der LKWs gemessen, die auf den Straßen und Brücken zum Hafen unterwegs sind. Entsprechend kann dann ein Port Road Management Center den Verkehr regeln und steuern und so die Verkehrsinfrastruktur optimal ausnutzen. Sogar die Straßenbeleuchtung kann entsprechend der aktuellen Situation angepasst werden.

Bei ganz vielen Unternehmen würden sich gerade ähnliche Prozesse abspielen, da ist sich der neue CDO sicher. Und wenn nicht, dann würden sie wahrscheinlich bald der Vergangenheit angehören. "Das ist der "Kodak-Effekt", sagt Saxe.

Aufgaben der Hamburg Port Authority

Seit 2005 vereint die Hamburg Port Authority (HPA) alle hafenbezogenen Zuständigkeiten der Hamburger Behörden in einer Anstalt öffentlichen Rechts. Ziel dieser Zusammenführung ist ein effizientes und zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Die HPA ist verantwortlich für die gesamte Hafeninfrastruktur, die Hafenbahn und für die Sicherheit des Schiffsverkehrs. Die Behörde zählt rund 1800 Mitarbeiter.

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