Zu viele Meetings und zu wenig richtige Arbeit

CIO werden? Nein, danke!

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Soweit die Argumentation von Meridith Levinson. Sie scheint den Nagel auf den Kopf zu treffen, jedenfalls hat sich ein User (oder eine Userin) namens mtkd gemeldet, der zur Zeit als CIO arbeitet und wieder zurück zum Entwickler will. Mtkd schreibt, er/sie/es verdiene jetzt zwar mehr, aber ein guter Tag sei einer, an dem "nicht alles den Bach runtergeht". Mtkd sehnt sich in die Zeiten zurück, als es noch hieß "Haben wir heute nicht was Tolles hingekriegt?!"

Doch Ms. Levinson provoziert auch Widerspruch. So ätzt Gurav C. Patrikar, sieben von zehn Entwicklern träumten doch davon, CIO zu werden. Schon allein deswegen, weil der CIO tausenden ihrer Zunft vorschreibt, was sie zu tun haben.

Wer erstmal CIO geworden ist, wird es schon sehen

Auch der Student Manish Wadhwa glaubt den Worten der Bloggerin nicht. Er findet zwar schon, dass Entwickler allen Grund haben, auf ihre Arbeit stolz zu sein, schreibt er. Aber ein CIO leiste sehr viel mehr, als der Artikel behaupte. Könne ja sein, dass ein Entwickler mehr Ahnung von AS400 hat als sein CIO, aber der CIO wisse eben, wo es in Zukunft hingeht.

Und ein Unternehmen, das nur aus guten Entwicklern besteht und niemanden hat, der diese führt und ihnen Visionen vorgibt, sei nicht denkbar.

Worauf ein User namens Anonymous dem Studenten mit auf den Weg gibt, er solle erstmal den Job eines CIOs machen. Dann werde er schon sehen.

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