Strategien


Fachbereiche als Black Box

CIOs fehlt Überblick über Freiberufler

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Lünendonk wollte außerdem wissen, welche Kriterien über die Auswahl eines IT-Freien entscheiden. Auf einer Skala von -2 ("völlig unwichtig") bis +2 ("sehr wichtig") liegt das technische Know-how mit einem Durchschnittswert von 1,4 vorn. Es folgen Beratungskompetenz (Wert 1,3) und die Höhe des Stunden-/Tagessatzes (Wert 1,2) sowie frühere Einsätze im Unternehmen (Wert 1,1).

Know-how über die Prozesse der jeweiligen Branche sowie Soft Skills (wie Teamfähigkeit und Flexibilität) kommen jeweils auf einen Wert von 1,0. Eine Einschätzung, die Frank Shams, Geschäftsführer 1st Solution Consulting, nur bedingt teilt. Seine Erfahrung: Kommunikative Fähigkeiten dürfen nicht unterbewertet werden. IT-Freie würden ins Unternehmen geholt, weil sie gut darin seien, alle Stakeholder eines Projektes an einen Tisch zu bringen - und mit allen frei zu kommunizieren.

Freie als Coaching-Partner

Ähnlich sieht es Heinz Urban, Director Business Unit IT von der Firma Experis. Er beobachtet, dass FreiberuflerFreiberufler immer öfter als Coaching-Partner für das Projekt-Management gefordert sind. Und Frank Schabel, Head of Marketing beim Branchenprimus Hays, stellt fest: "Wenn ein Projekt scheitert, dann liegt es an den sogenannten Soft Skills." Alles zu Freiberufler auf CIO.de

Die Vertreter der Anbieterseite betonen denn auch unisono, wie wichtig der partnerschaftliche Umgang von Unternehmen, IT-Freien und Vermittlern sei. Dazu Shams: "Der Freiberufler ist das Bindeglied zwischen allen Seiten, daher ist Vertrauen so wichtig."

Mit Blick auf das laufende Jahr gehen die Anbieter davon aus, dass der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten in Deutschland zweistellig weiter wächst. Unabhängig von ihren eigenen Unternehmen halten Gergian, Schabel und Shams ein Gesamtmarkt-Plus von mindestens dreizehn Prozent für nicht unrealistisch, möglicherweise auch mehr. Vordringliche Themen seien App-Entwicklung, das Betriebssystem iOS und allgemein SAPSAP. Den vormaligen Cloud-Hype betrachten sie mit Gelassenheit. Alles zu SAP auf CIO.de

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