"Kommunikation ist der Schlüssel für erfolgreiches Outsourcing"

Cognis-CIO Stalinski über Zentralisierung, Preisverfall und neue Technologien

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister?

Wir sind der Meinung, dass die Infrastruktur ein sehr wichtiger Bestandteil für uns ist und dass wir eine 24/7-Verfügbarkeit wollen. Computacenter managt heute unsere gesamte IT-Umgebung. Dabei geht es um 6.300 IT-Arbeitsplätzen an rund 70 Standorten in 30 Ländern, die Nutzung eines zentralen Shared Datacenter von Computacenter und den Betrieb sowie das Monitoring des Cognis-LAN-Netzwerks.

Warum haben Sie sich für einen einzigen Anbieter entschieden?

Unser Ziel war es, sich auf einen Anbieter zu konzentrieren, um nicht über verschiedene Schnittstellen mit verschiedenen Providern agieren zu müssen. Wir nutzen die Vorteile der standardisierten End-to-End-Services, die Computacenter für mehrere Kunden anbietet, profitieren so von den Skaleneffekten, bezahlen als Pay-as-you-use und können den Bedarf in einem definierten Korridor angleichen. Dadurch ist es uns möglich, auf Schwankungen im Geschäft flexibel zu reagieren. Wir lagern nach dem Modell End-to-End aus, das heißt, dass der Dienstleister viel Verantwortung übernimmt.

Wie fiel die Entscheidung für den Dienstleister?

Als IT in einem mittelgrossen Konzern hatten wir nicht die Kapazität, uns mit 20 oder 30 Anbietern in Verbindung zu setzen. Daher haben wir uns im Juni 2005 von Gartner und Forrester beraten lassen. Zehn Dienstleister kamen in die engere Wahl, von denen wir ab Oktober 2005 mit dreien in Verhandlungen getreten sind.

In welchen Zeitraum wurde das Outsourcing-Projekt umgesetzt?

Nachdem wir uns für Computacenter entschieden hatten, wurde das Projekt ab April 2006 umgesetzt und im Dezember 2007 abgeschlossen. Wir hatten eigentlich geglaubt, in 15 Monaten fertig zu werden, nun wurden es 18. Unser Zeitplan war allerdings auch sehr ehrgeizig und hat viel Disziplin erfordert.

Welche "Lessons learned" nehmen Sie mit?

Kommunikation ist der Schlüssel, und zwar sowohl für eine erfolgreiche Implementierung des Betriebsmodells in der Firma und der Re-Strukturierung der IT, als auch für die Zusammenarbeit mit dem Partner. Und für uns ist das Modell End-to-End das Richtige.

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