Von den Hamburger IT-Strategietagen

Commerzbank-CIO: Der CIO als moderner Fünfkämpfer

Weil es zu diesem Thema nichts Systematisches gebe, machte sich Leukert an eigene Erklärungsversuche: Wie Komplexität entsteht und warum man sie so schwer in den Griff bekommt.

  1. Weil Komplexität nicht reversibel ist: Sie schleicht sich langsam ein und kann nur mit großen Aufwand wieder zurück gefahren werden.

  2. Weil Komplexität nicht lokal ist: Sie entsteht dezentral in einzelnen Anwendungen und einzelnen Schnittstellen. Die Folgen zeigen sich erst im globalen Zusammenspiel der Anwendungen wie zum Beispiel bei Integrationstests.

  3. Weil Komplexität sich (bisher) nicht messen lässt: Weder in der wissenschaftlichen Literatur noch in der Praxis gibt es brauchbare Maße für IT-Komplexität. Aber was man nicht messen kann, kann man auch nicht managen.

Um Komplexität dennoch besser managen zu können, machte CIO Leukert einige Vorschläge.

Den Komplexitätsanstieg bremsen

  1. Bei Design-Entscheidungen in Projekten die Komplexität berücksichtigen.

  2. Einen Komplexitäts-Index als KPI für (Sub-)Domänen und Anwendungen definieren.

  3. Eindeutige Business Cases für Komplexitätszuwachs im Geschäftssystem einfordern.

Komplexität reduzieren

  1. Nicht-wertschöpfende Komplexität im Geschäftssystem reduzieren (zum Beispiel wie Produktvarianten)

  2. Anwendungsarchitektur in Projekten reduzieren (wie Konsolidierung Master Data Management)

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