HMI 2017

Continental: Intelligenter Antriebsriemen verhindert Getriebe- und Motorschäden

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Continental zeigt auf der Hannover Messe Industrie einen "smarten" Antriebsriemen. Die Lösung ist mit Sensoren versehen, die alle relevanten Daten des Riemens erfassen und diese an ein Steuergerät weiterleiten. Die Informationen können dann zur vorausschauenden Wartung und zur Zustandsüberwachung des Riemens sowie der angebundenen Maschine herangezogen werden.

Wenn es nach dem Automobilzulieferer Continental geht, gehören gerissene Antriebsriemen mit nachfolgenden Getriebe- oder Motorschäden der Vergangenheit an. Das wird nicht nur besonders die Autofahrer freuen sondern auch Unternehmen, die Industrieanlagen und -maschinen mit entsprechenden Riemenantrieben nutzen.

Continental ist als Premium-Reifenlieferant international bekannt. Doch setzet das Unternehmen mehr und mehr auf Technologien, die den aktuellen Zustand kritischer Komponenten in Industrieanlagen und Fahrzeugen überwachen und vorausschauend Wartungsintervalle (Predictive Maintenance) erkennen sollen. Eine erste Lösung in diesem Zusammenhang ist das Konzept eines "smarten Antriebsriemens".

Der smarte Zahnriemen von Continental kann Autofahrer rechtzeitig informieren bevor er reißt.
Der smarte Zahnriemen von Continental kann Autofahrer rechtzeitig informieren bevor er reißt.
Foto: Continental

Der Hersteller hat den smarten Antriebsriemen mit speziellen Sensoren bestückt, die in bestimmten Zeitintervallen festgelegte physikalische Messgrößen erfassen und an einen Computer oder an ein Steuergerät weiterleiten können. So kann zum Beispiel in Echtzeit per App die aktuelle Temperatur, die Längendehnung oder der Oberflächenverschleiß des Riemens ermittelt werden. Continental spricht dabei von Condition Monitoring. Auf Basis dieser erfassten Messwerte lassen sich Rückschlüsse über den aktuellen Verschleißzustand des Antriebsriemens ziehen und so eine notwendige Wartung festlegen. Die Lösung ist besonders da interessant, wo hohe Kosten beim Defekt eines Antriebsriemens entstehen, aber auch im Zusammenhang mit aufwendigen und somit teuren Wartungsarbeiten bei Spezialmaschinen oder schwer zugänglichen Antrieben.

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