Autonomes Fahren

Continental investiert in KI-Startup Recogni

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Automobilzulieferer Continental setzt auf Chips zur Objekterkennung in Echtzeit und forciert damit autonomes Fahren.
Von "mächtigen Hochleistungscomputern im Fahrzeug" spricht der Automobilzulieferer Continental.
Von "mächtigen Hochleistungscomputern im Fahrzeug" spricht der Automobilzulieferer Continental.
Foto: Continental AG

Die schnelle Verarbeitung von Sensordaten für das selbstfahrende Auto steht im Zentrum neuer Investitionen von ContinentalContinental. Der Automobilzulieferer beteiligt sich an Recogni, einem deutsch-amerikanischem StartupStartup im Feld der KI (Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz). Das Unternehmen arbeitet an einer neuen Chiparchitektur für die Objekterkennung in Echtzeit. Geht es nach den Plänen von Continental, können solche Chips ab 2026 serienmäßig eingesetzt werden. Top-500-Firmenprofil für Continental Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de Alles zu Startup auf CIO.de

Über die Höhe der finanziellen Beteiligung an Recogni bewahrt Continental Schweigen. Der Automobilzulieferer versteht sich als "strategischer Investor", der Know-how in den Bereichen KI, Fahrzeugsensorik und Fahrerassistenzsysteme in die Weiterentwicklung des Chipdesigns einbringt. Das gilt insbesondere für das hauseigene Startup Co-pace. Es hatte die Kooperation angestoßen und in den vergangenen 18 Monaten intensiv mit Recogni zusammengearbeitet, um die Wirksamkeit des neuen Chipdesigns zu überprüfen. "Noch ist zwar alles Theorie, aber unsere Simulationen zeigen, dass wir eine zigfach schnellere Auswertung unserer Sensordaten erwarten können, sobald die Recogni-Chips das erste Mal im Einsatz sind", sagt Annika Ratte-Front, Leiterin Künstliche Intelligenz des Continental-Geschäftsbereichs ADAS.

Partnerschaft mit großen Chipherstellern

Frank Petznick, Leiter der Continental-Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme, kommentiert: "Mit unserer eigenen Forschung für neue Chipdesigns, den strategischen Partnerschaften mit großen Chipherstellern wie NVIDIA und der Investition in Recogni legen wir die Basis für die Deckung des zukünftigen Bedarfs an hoch spezialisierten Prozessoren für Sensormodule und Steuergeräte und für unsere mächtigen Hochleistungscomputer im Fahrzeug."

Die 1871 gegründete "Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie" hat sich als heutige Continental AG zu einem der weltgrößten Automobilzulieferer entwickelt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 233.000 Mitarbeiter in 59 Ländern und erzielte 2019 einen Umsatz von knapp 45 Milliarden Euro.

Continental | Beteiligung an Startup
Branche: AutomobilzuliefererAutomobilzulieferer, Gummiverarbeitung
Use Case: Forcieren von automobilem Fahren
Gebiet: Sensortechnologie, Objekterkennung in Echtzeit
Start-up: Recogni, San Jose und München
weiterer Partner: Continental-eigenes Startup Co-Pace Top-Firmen der Branche Automobil

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