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Mehr Rechenkapazität

Covestro digitalisiert Forschung und Entwicklung



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Mit High Performance Computing will Kunststoffhersteller F&E-Prozesse beschleunigen und umfangreichere Versuchsreihen simulieren. Für seine Digitalstrategie kooperiert Covestro dabei mit der RWTH Aachen.
Mithilfe von High Performance Computing beschleunigt Forscher Matthias Leven die Arbeit mit Molekülsimulationen.
Mithilfe von High Performance Computing beschleunigt Forscher Matthias Leven die Arbeit mit Molekülsimulationen.
Foto: Covestro

Der Kunststoffhersteller CovestroCovestro mit Sitz in Leverkusen will mit einem umfassenden Programm die Digitalisierung in Forschung und Entwicklung (F&E) im operativen Geschäft der Chemie- und Kunststoffindustrie vorantreiben. Ein zentrales Element ist dabei der Ausbau der Rechenkapazitäten des Konzerns. Covestro will 2019 seine Rechenkapazitäten für digitale Forschung kontinuierlich erweitern. Top-500-Firmenprofil für Covestro AG

High Performance Computing

Die geplante Hardware-Erweiterung solle die Rechenleistung durch High Performance Computing erhöhen und so die Aktivitäten im Bereich F&E digital unterstützen. Darüber hinaus kooperiert Covestro mit Partnern wie der RWTH Aachen University als Teil seiner Digitalisierungsstrategie, die Digital Operations, Digital Customer Experience und Digital Business Models umfasse.

Künftig könnten komplexe Forschungs- und Entwicklungsprozesse erheblich beschleunigt und Versuchsreihen mit deutlich höherem Umfang am Computer simuliert werden, heißt es. Die Zeit bis zur Markteinführung innovativer Produkte lasse sich so nicht nur verkürzen, die Prozesse würden auch nachhaltiger, weil Energie- und Materialverbrauch in der experimentellen Arbeit sinken würden.

Förderung digitaler Kompetenzen von Mitarbeitern

Neben der Erweiterung der Rechenleistung investiert Covestro auch in die Förderung der digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter. Unter der Leitung von Torsten Heinemann, Vice President Digital Research and Development, entstehe derzeit ein Team mit internationalen Spezialisten.

"Digitale Chemie" kommt

Ein Beispiel dafür, wie die "digitale ChemieChemie" die Produktentwicklung schon heute verbessern könne, seien Simulationen für Industriekatalysatoren. Bei Katalysatoren sind Effizienz und Nachhaltigkeit zentrale Ziele. Über die Computerchemie könnten nun Katalysatoren schneller ausgewählt und die Reaktionsmechanismen besser verstanden sowie neue Reaktionswege entdeckt werden. In Kooperation mit dem Forschungspartner RWTH Aachen University würden die digital gewonnenen Ergebnisse am CAT Catalytic Center in realen Experimenten im Labor überprüft. Top-Firmen der Branche Chemie

"Künftig können zahlreiche Experimente virtuell nachgestellt werden, die auf herkömmlichem Wege sehr zeit- und ressourcenaufwändig sind. Insgesamt werden so die einzelnen Prozessschritte erheblich reduziert", sagte Professor Walter Leitner, wissenschaftlicher Leiter des CAT Catalytic Center und Lehrstuhlinhaber für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH Aachen University.

Darüber hinaus investiert Covestro in den kommenden Jahren verstärkt in die Zusammenführung der globalen Forschungsdaten in einem unternehmensweiten Wissensnetzwerk. Die Datenplattform soll das vorhandene Know-how an allen Forschungsstandorten weltweit zugänglich machen und so die Effizienz der F&E-Projekte erhöhen.

Über Covestro

Mit einem Umsatz von 14,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigte Ende 2017 über 16.200 Mitarbeiter.

Covestro | Computergestützte Chemie
Branche: Chemie
Zeitrahmen: Kickoff 2018
Mitarbeiter: Rund 1000 Beschäftigte in Covestro Forschung & Entwicklung weltweit.
Produkte: NVIDIA sowie weitere Hardware-Hersteller und Partner für IT-Infrastruktur
Partner: u.a. RWTH Aachen
Einsatzort: Weltweit mit Schwerpunkt auf den drei Forschungszentren in Leverkusen, Pittsburgh, Shanghai und Amagasaki (Japan)
Internet: Covestro Innovations und Digitalisierung

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