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Vorleseprogramm für Blinde und Sehbehinderte

Credit Suisse mit barrierefreiem Online-Zugang

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Credit Suisse ist die erste Schweizer Bank, die eine Auszeichnung für barriere-freies Online-Banking bekommen hat. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt weiter: Bankautomaten sollen sprechen lernen und Belege in Blindenschrift verschickt werden.

Nach dem Motto "Weg mit den Schranken!" tut die Bank viel, um Menschen mit Behinderungen einen guten Service zu bieten. Dass es dabei weniger um Altruismus, als viel mehr um das Erschließen neuer Zielgruppen geht, zeigt ein Zitat von Hanspeter Kurzmeyer, Leiter Privatkunden Schweiz: "Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung werden immer mehr Menschen früher oder später in der Mobilität, im Sehen oder Hören eingeschränkt sein."

Um diese Kunden zu binden, ist es beispielsweise möglich, sich die Daten beim Online-Banking vorlesen zu lassen. Nachdem die Credit Suisse dafür schon im vorigen Frühjahr von der Stiftung "Zugang für alle" eine positive Bewertung bekommen hatte, sind Anfang dieses Jahres auch das Online-Magazin und das Web-Portal "Privatkunden Schweiz" ausgezeichnet worden.

Nun schickt sich das Unternehmen an, tiefer gelegte Bankomaten zu installieren, die auch Rollstuhlfahrer bedienen können. Und ab Juli sollen die Automaten sprechen können.

Diese Maßnahmen gehören zum sogenannten Accessibility-Projekt. Dessen Initiator, der IT-Spezialist Alireza Darvishy, ist übrigens selbst sehbehindert. Sein Team steht nun vor der Aufgabe, ganze IT-Prozesse neu zu überdenken. Jeder Programmierer, Entwickler und Designer solle sich der speziellen Bedürfnisse behinderter Menschen bewusst sein.

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