Smarte Türklingeln

Darauf sollten Sie achten

Tillmann Braun ist freier Journalist und Kommunikationsberater für non-profit Organisationen und Unternehmen. Sein Fachgebiet sind innovative IT-Lösungen für die Vernetzung von Menschen und Maschinen. Zu seinen Spezialthemen gehören intelligente (Heim-)Netzwerke, Machine-to-Machine-Kommunikation, Mobile Payment, IT-Strategien und vielfältig einsetzbare Kommunikationssysteme.

Dect-Funk: Mehr Stabilität und Funktionen als WLAN

Vor allem, wenn man bereits einen Router wie eine Fritzbox oder einen Telekom-Speedport mit integrierter Dect-Basis verfügt, ist eine Dect-basierte Türsprechstelle eine sinnvolle Alternative. Denn das Dect-Frequenzband, das weltweit für schnurlose Telefonie genutzt wird, ist geschützt und dementsprechend deutlich weniger störanfällig als WLAN.

Die Installation und Einrichtung ist ebenfalls leicht und selbst für Laien kein Problem. Bei der Fritzbox ist ab Fritz-OS 6.50 sogar die grundlegende Einrichtung der Türsprechanlage über die Bedienerführung der Fritzbox möglich.

Türsprechstellen, die mit der Fritzbox bzw. TK-Anlage verbunden sind, haben gegenüber WLAN-basierten Geräten einige große Vorteile. Beispielsweise kann man die Anlage auch von unterwegs erreichen, sprich: Man kann über das Telefon selbst ein Gespräch zur Türsprechstelle am Eingang aufbauen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man zu spät auf das erste Klingeln reagiert hat. Ohne diese Funktion muss man hoffen, dass der Besuch ein zweites Mal den Klingelknopf drückt.

Preislich liegen Dect-basierte Türsprechstellen wie die Doorline Slim Dect von Telegärtner mit rund 330 Euro zwar über den WLAN-Modellen von Google, Amazon und Netatmo. Die deutlich höhere Zuverlässigkeit rechtfertigt den Preisunterschied allerdings.

Am teuersten sind die Nachrüstlösungen der etablierten Hersteller, die sich also nur dann lohnen, wenn man für die vorhandene Türsprechstelle bereits viel Geld ausgegeben hat.

Fazit

Welche Türsprechstelle im Einzelfall die richtige ist, hängt stark von den eigenen Bedürfnissen ab. Wer bereits eine herkömmliche Türsprechstelle im Einsatz hat, kann diese teils per zusätzlichem Gateway smart machen.

Kabelbasierte Türsprechanlagen, die sich mit der Telefonanlage verbinden lassen und einiges an Zusatzfunktionen zu bieten haben, sind jedoch teils schon billiger zu haben als manches Gateway.

Bei den Funklösungen bieten Dect-basierte Lösungen mehr Stabilität und zudem mehr Funktionen als WLAN-Produkte – vor allem, wenn man bereits eine Fritzbox oder einen Speedport-Router im Einsatz hat. Die Installation und Einrichtung ist in beiden Fällen einfach. (PC-Welt)

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