Zukunftsprognosen von Roland Berger

Das Auto im Jahr 2025

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Zu tun gibt es auf jeden Fall eine ganze Menge. So stehen beispielsweise Systeme für Kollisionsverhütung und -warnungen auf dem Wunschzettel der Berger-Strategen. Zum intelligenten Auto gehören auch Autopiloten und Fahrassistenten. Das Internet wird sich in Form von Reise- und Routeninformationen im Auto und beim Management von Unfällen und Verkehr sowie im Abwickeln von Zahlungen (PKW-Maut) bemerkbar machen.

Im professionellen Verkehrsbetrieb hilft die IT zusätzlich mit Flotten- und Tourenmanagement sowie beim kombinierten Verkehr auf Straße, Wasser, Luft und Schiene.

Von den technischen Entwicklungen werden der Studie zufolge nicht nur die obersten Verkaufskategorien (SUV, VAN, Luxuslimousinen) profitieren, sondern zunehmend auch die Kleinwagen der nächsten Generationen. Berger nennt als Beispiel das Doppelkupplungsgetriebe des neuen Audi A1 oder die 5-Sterne-Sicherheit von Kleinwagen wie VW Polo oder Suzuki Swift.

Autohersteller gehen mit IT-Apps anders um als IT-Industrie

So verlockend das klingt für die IT-Branche, in den Automobilen der Zukunft nicht mehr im Kofferraum zu sitzen, sondern ganz vorne am Armaturenbrett: Leicht wird dieser Platzwechsel vom Fond an die Front nicht. Denn die Automobilindustrie geht bisher mit IT-Applikationen ganz anders um als die IT-Industrie:

  • Die Autobauer entwickeln, vertreiben und verbauen IT-Technik vor allem im Closed Shop-Modus, um beste Zuverlässigkeit und Sicherheit garantieren zu können.

  • Die IT-Anbieter balancieren stattdessen mit einer oft aberwitzig anmutenden Gerätevielfalt, einer Vielzahl von Plattformen und einer unübersichtlichen Schar von Entwicklern und Anbietern.

Die unterschiedlichen Kulturen äußern sich Berger zufolge zum Beispiel in völlig unterschiedlichen Produktentwicklungszyklen. In dieser Frage müssten Automobil- und IT-Industrie sich aufeinander zu bewegen, rät Berger, ohne näher zu erläutern, wie das gehen soll.

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