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Automatisieren und Innovieren

Das Mantra indischer IT-Dienstleister

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO sowie Chefredakteur der europäischen B2B-Marken von IDG. Er kümmert sich um die inhaltliche Ausrichtung der Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. 

Die Inder bauen um

Die Geschäfte der indischen IT-Dienstleister boomen. Die drei großen Anbieter Tata Consultancy Services (TCS), Infosys und Wipro haben kürzlich ihre Bilanzen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Die Zahlen belegen, dass die Inder mittlerweile auch in den westlichen Märkten eine feste Größe sind.

TCS erwirtschaftete im abgelaufenen Fiskaljahr über die Hälfte seines Umsatzes in Nordamerika. Großbritannien und Kontinentaleuropa steuerten ein gutes Viertel zu den Einnahmen bei. Auch bei Infosys kommt ein knappes Viertel der Einnahmen aus Europa, der Anteil Nordamerikas liegt sogar bei über 60 Prozent. Der Heimatmarkt Indien macht gerade einmal 2,4 Prozent des Umsatzes aus. Auch im Serviceportfolio deuten sich Veränderungen an. Zwar machen die klassischen Dienste rund um Anwendungsentwicklung und -wartung weiter einen großen Anteil am Geschäft aus.

Doch die höherwertigen Services, die bessere Gewinnmargen bringen, werden wichtiger. Bei TCS sorgten die Bereiche Enterprise Solutions, Infrastructure Services und Business Process Services im zurückliegenden Geschäftsjahr bereits für rund 40 Prozent vom Umsatz - Tendenz steigend. Das Segment Infrastructure Services legte bei TCS im Jahresvergleich um 34,1 Prozent zu und wuchs mit Abstand am schnellsten. Bei Wipro kam die Anwendungsentwicklung und -wartung im abgelaufenen Fiskaljahr noch auf einen Umsatzanteil von 16 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 20 Prozent.

Die Segmente Global Infrastructure Services, Business Application Services und Business Process Services legten dagegen zu und brachten bereits fast zwei Drittel der Einnahmen - ein Jahr zuvor waren es gute 60 Prozent.

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