Strategien


Talent-Management: Das ungelöstes Problem

Das Schlimmste liegt hinter uns



Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Vielleicht aber auch vor uns. Eine Deloitte-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es den Mitarbeitern nach der Krise an Talenten fehlen wird, die die notwendigen Innovationen in die Unternehmen bringen. Das fürchten 9 von 10 Befragten.
Haben wir das Schlimmste der Krise hinter uns? Ja, sagen 31 Prozent der Befragten.
Haben wir das Schlimmste der Krise hinter uns? Ja, sagen 31 Prozent der Befragten.

Das Schlimmste der Krise haben wir hinter uns, so eine neue Studie von Deloitte. Unternehmen könnten bald in einen Kampf um die besten Talente schlittern, vermutet ein Deloitte-Experte.

Die Ergebnisse der Studie lauten:

1. Das Gröbste könnten wir hinter uns haben: Deloitte hat diese Umfrage seit Januar 2009 mehrfach durchgeführt. Zum ersten Mal sagten mehr Teilnehmer, 31 Prozent, dass das Ärgste der Wirtschaftskrise überstanden ist. Sieben Prozent glaubten das Gegenteil: Das Schlimmste stehe noch bevor.

2. Welche strategischen Themen wichtig sind: Nach wie vor ist es aber die Frage nach den Einsparungen, die die Befragten besonders beschäftigt. 58 Prozent der Befragten nannten Kosten-Reduzierung und -management als momentan wichtigstes strategisches Thema. Am zweithäufigsten beschäftigen die Teilnehmer sich gerade vor allem mit der Akquise und dem Halten ihrer Kunden (46 Prozent). Knapp ein Drittel wertet das Management von Humankapital am bedeutendsten.

3. Talent-Offensive: Doch die Unternehmen wollen sich von den Einsparungen nicht komplett bestimmen lassen. Die Studienautoren beobachten, dass Förderprogramme an Bedeutung gewinnen, um die Talente im Unternehmen zu halten. Die Unternehmen wollen sich attraktiver für Talente machen und bieten ihnen beispielsweise flexible Arbeitszeiten an. Erst an dritter Stelle nannten die Befragten den Stellenabbau. In den vergangenen Monaten war das die meistgenannte Antwort.

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