Top-CIOs


CIO of the Year Europe

Das sind die besten europäischen CIOs

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
Top-IT-Entscheider aus Norwegen, Spanien, Italien, Dänemark, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Polen wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet.

In einem festlichen Rahmen wurden in Barcelona am 29. November erstmals die zehn besten Chief Information Officers Eurpoas mit dem "CIO of the Year Europe"-Award ausgezeichnet. Die Finalisten stammen aus acht europäischen Ländern, die Awards wurden den CIOs im Rahmen eines Gala-Dinners überreicht. In fünf Kategorien wurden die Preise verliehen: Großunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Diversität, InnovationInnovation und Nachhaltigkeit. Alles zu Innovation auf CIO.de

Mehr als 113 CIOs aus 17 Ländern und unterschiedlichen Branchen reichten Projekte ein. Die Bewerbungen wurde von einer Jury aus erfahren CIOs und Fachjournalisten bewertet und die besten Projekte in einer Shortlist zusammengefasst.

Die Gewinner des CIO of the Year Europe 2019

In der Kategorie Großunternehmen ab 1.000 Mitarbeitern gewann Åshild Hanne Larsen, CIO des Öl- und Gaskonzerns Equinor aus Norwegen.

Åshild Hanne Larsen von Equinor ist CIO of the Year 2019 in der Kategorie Großunternehmen.
Åshild Hanne Larsen von Equinor ist CIO of the Year 2019 in der Kategorie Großunternehmen.
Foto: Equinor

In Ihrer Laudatio für Larsen sagte Wendy Pfeiffer, CIO des Datacenter-Spezialisten Nutanix: "Mir gefällt, dass ein Mix aus moderner Enterprise- und Consumer-Technologie eingesetzt wird." Großartige IT adaptiere Technologie aus jedem Sektor, um die operativen und Business-Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen, so Pfeiffer.

Edward Qualtrough, Redakteur der IDG-Medienmarke CIO in Großbritannien und Jury-Mitglied, sagte über Larsen: "Die Reise von Åshild Hanne Larsen, die vor 26 Jahren als Reinigungskraft und Catering-Assistentin auf einer Offshore-Ölplattform begann, ist sehr beeindruckend. Heute ist sie CIO und Senior Vice President des norwegischen Energieversorgers Equinor mit einem Umsatz von 61 Milliarden Dollar." Die von Larsen und ihrem Team vorangetriebenen Initiativen transformierten nicht nur das Unternehmen, sie bereicherten auch die gesamte Technologie- und Business-Landschaft Norwegens und darüber hinaus.

Hanne Larsen arbeitete mit dem Vorstand an der digitalen Erneuerung des Business sowie der Demokratisierung von Daten über das gesamte Unternehmen hinweg; sie ermöglichte Innovation nach dem Bottom-up-Prinzip. Das habe weitreichende Auswirkungen auf Equinor gehabt, so die Jury. Am beeindruckendsten sei jedoch die Bedeutung der CIO außerhalb der Grenzen ihres Unternehmens.

Angesichts der guten Beziehungen zu Larsen und Equinor eröffnete Microsoft zwei Rechenzentren in Norwegen. Zudem hätten etwa 80 Prozent der Startups, die das Förderprogramm "Equinor Techstars Energy Accelerator" durchlaufen haben, Verträge mit großen Energieunternehmen geschlossen. Sie erhielten im Rahmen der Initiative durchschnittlich zwei Millionen Dollar Finanzierungshilfe.

Weitere Finalisten in der Kategorie Großunternehmen waren Fernando Lucero, vom spanischen Stromversorger Iberdrola und Carlo Bozzoli, CIO des italienischen Energiekonzerns Enel.

In der Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen gewann der Däne Morten Gade Christensen, CIO des Finanzdienstleisters Bankdata. Tesco-CTO Guus DekkersGuus Dekkers lobte die "einfachen, innovativen Lösungen, die bei den Kunden Anklang gefunden haben" und das "Governance-Modell, das Innovation vorantreibt und zugleich die Verantwortlichkeit sicherstellt". Profil von Guus Dekkers im CIO-Netzwerk

Ein weiterer Finalist war Stefan Würtemberger, CIO des deutschen Druckunternehmens Marabu, der für Erfolge ausgezeichnet wurde, die er in seiner früheren Rolle beim Briefkastenhersteller Renz mit seinem Team erreicht hatte.

In der Kategorie "Project of the Year Europe - Innovation in IT and Business" wurde Victor de Ávila Rueda, CIO des spanischen Immobilienkonzerns Sacyr, von der Jury ausgezeichnet. Nuantix-CIO Pfeiffer lobte seine Bewerbung: "Ich schätze das Talent-Schwarm-Konzept und den Ansatz, Probleme in Echtzeit zu lösen, indem Experten in einer durch Gamification bestimmten Umgebung zusammengebracht werden."

Weitere Finalisten waren der Italiener Emiliano Sorrenti, CIO des Flughafens Aeroporti di Roma, und Chris Zissis, EMEA-CIO des britischen Beratungshauses JLL.

In der Kategorie "Project of the Year Europe - Diversity in IT and Business" ging der erste Platz an Miao Song, belgische CIO des Lebensmittelkonzerns Mars.

Podcast: Connected Manufacturing - weiter gedacht

CIO-Redakteur Qualtrough sagte über Song: "In der Rolle eines Geschäftsführers reicht es nicht mehr, nur anzuerkennen, dass Diversität ein wichtiges Thema für das Unternehmen ist." Als weltweite CIO bei Mars treibe Miao Song das Thema mit einer Reihe von Programmen voran, die Diversität in ihrer IT-Organisation forciere und die Talent-Pipeline in den Technologie-Sektor fördere. Ihre Initiativen strahlten über die IT in andere Business-Bereiche aus, wodurch eine innovativere Kultur geschaffen und die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert würde.

Piotr Slomianny vom polnischen Wasserversorger Miejskie Przedsiebiorstwo Wodociagow i Kanalizacji gewann den Preis in der Kategorie "Project of the Year Europe - Sustainability in IT and Business".

"Piotr Slomianny, CIO und CFO des kommunalen Wasser- und Abwasserunternehmens in Wroclaw (MPWiK), und sein Team haben neue Technologien eingeführt, um Wasserverlust und Leitungsschäden zu minimieren, während gelichzeitig die organisatorische Effizienz und Kundenzufriedenheit gesteigert wurde", kommentiert Qualtrough. Slomianny will bis 2040 den Wasserverlust auf null Prozent reduzieren. Dafür hat der Versorger eine sogenannte SmartFlow-Technologie entwickelt, die in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft vermarktet wird.

Über den CIO of the Year Europe

Der CIO of the Year Europe zeichnet Pioniere in IT und Business als Vorbilder und Ansporn für die nächste Generation aus. CIOs, die nicht nur ihre Kern-IT im Griff haben, sondern auch zum Unternehmenserfolg beitragen und auf Innovation, Vielfalt und DigitalisierungDigitalisierung setzen, werden zur Teilnahme eingeladen. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Seit mehr als 15 Jahren zeichnet die IDG-Marke CIO herausragende Leistungen von CIOs in mehr als 20 Schlüsselmärkten auf der ganzen Welt aus. Mit dem CIO of the Year Europe findet dies nun erstmals grenzübergreifend auf paneuropäischer Ebene statt. Für die Awards kooperierten CIO-Redakteure aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Frankreich, Italien, Polen, Tschechien, Dänemark, der Türkei und der Benelux-Region.

Zur hochkarätig besetzten Jury gehören Fernando Munoz, Direktor des CIO Executive Council, Spanien; Mervi LampinenMervi Lampinen, IT Director, MSD Sharp & Dohme GmbH; CIO UK Redakteur Edward Qualtrough; Monika Plocke, Head of Banking Technology Software Engineering, Nordea; Wendy Pfeiffer, CIO bei Nutanix, Board Director bei Qualys and Girls in Tech; Michael LoechleMichael Loechle, CIO, ABB Power Grid; Araceli García, Director- Master in Computer Science & Business Technology, IE School of Human Sciences and Technology, Head of Group IT Business Partners, IAG GBS; und Guus Dekkers, CTO, Tesco. Profil von Mervi Lampinen im CIO-Netzwerk Profil von Michael Loechle im CIO-Netzwerk

Über die CIO of the Year Awards 2019 sagte Qualtrough: "Es war mir eine Ehre, gemeinsam mit meinen Kollegen von Schwester-CIO-Titeln aus ganz Europa an dieser Initiative zu arbeiten. Sie hat dazu beigetragen, einige der führenden CIOs und CTOs des Kontinents zusammenzubringen."

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