Abgang mit Stil

Der Knigge für den Jobwechsel

28.09.2021
Von Sabine Hildebrandt-Woeckel

Tipp 8: Dank statt Häme in der Abschieds-E-Mail

Achten Sie bei Mailings gut darauf, wen Sie wie ansprechen. Wie im Arbeitsalltag ist auch der Verteiler einer Abschiedsmail politisch zu sehen. Setzen Sie nicht einfach alle auf CC, sondern überlegen Sie genau, wer sich in welcher Gesellschaft sehen möchte - und wen Sie im Zweifel zuerst nennen. Grundsätzlich gilt:

  • Trennen Sie berufliche und private Kontakte. Sonst können Sie nicht adäquat formulieren

  • Vorgesetzte werden zuerst genannt, alle anderen alphabetisch

  • Lassen Sie den Verteiler nicht zu groß werden, sondern schicken lieber mehrere Mails. Entsteht der Eindruck einer Massenmail, wird dies schnell als unhöflich empfunden

Auch der Inhalt einer Abschiedsmail will überlegt sein. Häme und Zynismus haben hier - ebenso wie beim persönlichen Abschied - nichts zu suchen. Auch keine Anschuldigungen oder Abrechnungen. Steht etwas Falsches oder strafrechtlich Relevantes in der Mail, kann dies später gegen Sie verwendet werden.

Verkneifen Sie sich Sprüche wie: "Endlich geschafft" oder "Wer wagt, gewinnt". Ringen Sie sich stattdessen einen Dank für die Zusammenarbeit und eine positive Bemerkung zum ehemals gemeinsamen Arbeitgeber ab - auch wenn Ihnen noch so wenig danach ist. Machen Sie auch kein Geheimnis aus Ihrem weiteren Lebensweg. Ein kurzer Satz, wohin Sie der weitere Weg führt und welche Herausforderungen auf Sie warten, ist in jedem Fall angebracht.

Einen netten Eindruck macht es, wenn die Abschiedsmail Ihre neuen Kontaktdaten enthält. Aber klären Sie dies mit der Unternehmensleitung ab oder geben Sie nur private Daten an.

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