Global Information Security Survey 2007

Deutsche CISOs: Ehre statt Geld

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Entwicklung der Budgets.
Die Entwicklung der Budgets.

Ein weiteres Ergebnis: Hierzulande hat jede fünfte Firma noch nicht einmal jemanden in ihrer Sicherheitsabteilung abgestellt, der ausschließlich für die Information SecuritySecurity zuständig ist. Im weltweiten Durchschnitt sind es nur zwölf, in den USA 13 Prozent. 56 Prozent der deutschen Studienteilnehmer geben an, in der Sicherheitsabteilung kümmerten sich ein bis zwei Kollegen ausschließlich um diesen Bereich. Von den US-amerikanischen Befragten nennt nur jeder Dritte eine so geringe Anzahl. Dafür sind dort in knapp jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) mehr als elf IT-Security-Mitarbeiter tätig - diesen Wert erreicht in Deutschland noch nicht einmal jede zehnte Firma (9 Prozent). Alles zu Security auf CIO.de

Sicher "made in Germany"

Mit etwas gutem Willen ließen sich diese Ergebnisse so hinbiegen, dass in Deutschland kleine, aber feine Teams arbeiten. Geht es nämlich um das schon längst von Experten geforderte Zusammenrücken von physischer und digitaler Sicherheit, zeigen sich die Deutschen als Vorreiter. Und zwar mit Abstand. In fast jedem zweiten Unternehmen (49 Prozent) berichten die Abteilungen für IT- und physische Sicherheit an denselben Vorgesetzten. Weltweit hat sich das erst in gut jeder dritten Firma (34 Prozent) durchgesetzt. Schlusslicht bilden in diesem Fall die USA mit 32 Prozent.

Immerhin scheinen sich CISOs in Deutschland denn auch einen guten Stand erarbeitet zu haben: Knapp jeder Dritte (32 Prozent) berichtet an den Vorstand. Unter den internationalen Kollegen kann das nur gut jeder Fünfte (21 Prozent) von sich sagen - in Amerika sogar nur 15 Prozent.

Soviel zur Ehre. Das Ruhmesblatt welkt, wenn es ums Geld geht. Knapp jeder zweite Deutsche (44 Prozent) kann sich die IT-Sicherheit in diesem Jahr nicht mehr kosten lassen als im Vorjahr. Immerhin: 24 Prozent dürfen mit bis zu zehn Prozent Budget-Steigerung rechnen. Gegenüber dem Vorjahr ist das wenigstens eine leichte Verbesserung (Stagnation: 47 Prozent, Erhöhung bis zehn Prozent: 22 Prozent).

Das sieht im internationalen Vergleich deutlich anders aus: Nur in 27 Prozent aller befragten Unternehmen stagnieren die Ausgaben, meist steigen sie um bis zu zehn Prozent. In jeder fünften Firma sogar stärker.

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