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Studie M&A 2009

Deutsche IT-Dienstleister reif für Übernahmen

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Die deutsche IT-Industrie zeigt sich von nachlassenden Mergers & Acqusitions (M&A)-Aktivitäten in der Krise eher unbeeindruckt. Obwohl die Anzahl der Transaktionen rückläufig ist, liegt hier das Niveau bei Unternehmenskäufen unverändert hoch.

In Zeiten der weltweiten Finanzmarktkrise geht in Deutschland die Zahl von Mergers & Acquisitions zurück, wie die Corporate Finance-Beratung CatCap aus Hamburg feststellt. So ist die absolute Zahl von Abschlüssen von rund 2000 im Jahr 2007 auf rund 1700 im vergangenen Jahr geschrumpft, heißt es in einer Studie.

Die absolute Zahl an Transaktionen nimmt von 2007 auf 2008 ab, der Anteil von IT-Übernahmen steigt aber leicht an.
Die absolute Zahl an Transaktionen nimmt von 2007 auf 2008 ab, der Anteil von IT-Übernahmen steigt aber leicht an.

Obwohl die Anzahl der Transaktionen damit insgesamt erstmals seit Jahren rückläufig war, liegt das Niveau bei Unternehmenskäufen und -verkäufen sowie bei den Beteiligungen immer noch über dem Niveau von 2006. Im Jahr 2008 wurden 343 Akquisitionen von und Beteiligungen an deutschen Software-, Hardware-, IT-Service- und Internetunternehmen vermeldet.

Im Vergleich zu 2007 fiel die Zahl der Transaktionen somit moderat um 11 Prozent, deutlich weniger als der gesamte M&A-Markt. Daher steigt der Anteil der IT-Transaktionen von 2007 auf 2008 an der Gesamtzahl sogar von 19,2 auf 20,1 Prozent.

Für das Sinken der Transaktionsvolumina im Jahr 2008 sind vor allem geringere Transaktionen mit hohem Volumen verantwortlich. "Im Bereich der Small und Mid Cap-Transaktionen (Transaktionsvolumina < 50 Mio. Euro), bei denen Kreditfinanzierungen praktisch keine Rolle spielen, war dieser Trend nicht zu beobachten", so die Studie.

Für 2009 erwartet CatCap bei den IT-Dienstleistern einen weiteren Rückgang großer, stark fremdfinanzierter Unternehmenstransaktionen. Im Bereich der Small und Mid Cap-Transaktionen rechnen die Analysten trotz Finanzkrise in Bezug auf das M&A-Geschehen dagegen mit einer konstanten Marktentwicklung.

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