IT-Infrastruktur

Die Cloud-Zukunft in Deutschland – das sagen die CIOs

26.11.2021
Anzeige  Cloud Computing ist Mainstream geworden. Aber wie geht es weiter? IDC hat CIOs und CEOs befragt, was deren Pläne und Einschätzungen sind.

Die Cloud boomt! Laut dem Cloud-Monitor von Bitkom und KPMG nutzen inzwischen 82 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Dienste - im Vorjahr waren es erst 76 Prozent. Nur noch drei Prozent sagen, dass die Cloud weiterhin kein Thema für sie ist.

IDC wollte genauer wissen, in welche Richtung sich gewerbliche Cloud-Nutzung entwickeln wird, und ist der Frage nachgegangen: Was sagen deutsche Unternehmen über den Stand des Cloud-Nutzungsverhaltens und dessen Zukunft? Dabei kamen viele interessante Aspekte zu Tage, die nicht nur die aktuellen Herausforderungen, sondern auch zukünftige Architekturszenarien beschreiben, sowie konkrete Empfehlungen für die zukünftige Cloud-Nutzung enthalten. Das Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Die Cloud wird zum Gravitationszentrum der IT."

Cloud Computing im Wandel: Aus der „verlängerten Werkbank“ wird das neue Zentrum moderner IT-Infrastrukturen.
Cloud Computing im Wandel: Aus der „verlängerten Werkbank“ wird das neue Zentrum moderner IT-Infrastrukturen.
Foto: metamorworks - shutterstock.com

Insgesamt teilt sich das Ergebnis in fünf Trends auf. Für jeden Trend leitet IDC dann ganz konkrete Handlungsempfehlungen für die IT-Entscheider ab.

1. Die Cloud-Strategie muss ständig angepasst werden

95 Prozent der Befragten sagen, dass sie bereits eine Cloud-Strategie entwickelt haben, was deutlich mehr ist als vor einem Jahr. Doch die Strategien, die man im Zuge der ersten Cloud-Versuche entwickelt hat, taugen nicht mehr für das, was in Zukunft nötig sein wird. Nur wer sich ständig über die aktuellen Features und Services informiert und seine Maßnahmen entsprechend anpasst, kann mit der Konkurrenz auf Dauer mithalten.

2. Die "richtige" Architektur ist entscheidend

80 Prozent der befragten Unternehmen nutzen verschiedene Cloud-Typen. In vielen Studien wird die Multi Cloud als die Architektur der Zukunft angesehen, doch laut IDC verliert sie an Bedeutung. Stattdessen wird verstärkt auf andere Ansätze, wie Kubernetes oder Managed/Hosting-, Colocation- und mehrere Anbieter - auch jenseits der Hyperscaler - gesetzt. Mithilfe von derartigen parallelen Strukturen lassen sich alle Aufgaben mit vertretbarem Aufwand und Kosten bewältigen. Voraussetzung dafür ist aber ein neues Infrastruktur-Framework, bei dem die Cloud das zentrale Element ist. Der Wechsel von der bisherigen Nutzung einzelner Cloud-Services zu einem digitalen Infrastruktur-Framework ist aus Sicht von IDC ein besonders vielversprechender Lösungsansatz.

Schnellere Business-Prozesse erfordern ein neues digitales Infrastruktur-Framework, das die Anwendungsmodernisierung unterstützt und die Umsetzung von Cloud-nativen Methoden beschleunigt.
Schnellere Business-Prozesse erfordern ein neues digitales Infrastruktur-Framework, das die Anwendungsmodernisierung unterstützt und die Umsetzung von Cloud-nativen Methoden beschleunigt.
Foto: IDC

3. CloudOps - so wird die Komplexität beherrschbar

Die Komplexität moderner Cloud-Lösungen ist hoch und wird tendenziell weiter zunehmen. Doch mit neuen Tools und Methoden - den sogenannten CloudOps - lässt sich diese Komplexität in den Griff bekommen. Dabei orientiert sich CloudOps an DevOps- und DevSecOps und überträgt diese auf die Orchestrierung der Cloud-Plattform und ihre Integration in die Infrastruktur. Viele Best Practices, wie agiles Projektmanagement, Automatisierung, Monitoring lassen sich auch auf den Cloud-Betrieb anpassen. Beispielsweise wird "Performance Monitoring" mit einem Anteil von 25 Prozent schon heute intensiv genutzt.

4. Colocation - hinterm Horizont geht's weiter

Colocation-Angebote verzeichnen seit Jahren einen kontinuierlichen Zuwachs. Waren es im vergangenen Jahr noch knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen, die Colocation nutzten, so sind es in diesem Jahr fast 80 Prozent. Die wichtigsten Gründe sind eine bessere IT-Sicherheit und eine schnellere Bereitstellung von Ressourcen. Eine bedeutende Rolle kommt hierbei dem Edge Computing zu. Für 62 Prozent der Unternehmen ist Edge Computing ein wichtiges Element bei ihrer digitalen Transformation. Aus Sicht von IDC werden sich deshalb die hybriden Modelle, die auf das interne Rechenzentrum, die Public Cloud Services und Edge Computing setzen, weiter etablieren.

5. Gaia-X kommt - machen Sie sich fit!

Das europäische Cloud-Projekt Gaia-X wird von der Mehrzahl der Befragten mit großem Interesse verfolgt. 90 Prozent haben sich bereits damit auseinandergesetzt. Gut ein Drittel der Befragten gibt an, dass sie Gaia-X-Angebote nutzen wollen, sobald diese verfügbar sind. Für 49 Prozent ist das Vermeiden eines Vendor-Lock-ins der Hauptgrund. Auf Platz zwei folgt mit 36 Prozent ein DSGVO-konformer Anbieter. Folglich wollen die CIOs die Entwicklungen und die Dynamik rund um Gaia-X im Blick behalten, um geeignete Angebote, Standards und Services sofort zu nutzen, sobald diese verfügbar sind.

IONOS Cloud: DSGVO-konform und der Zeit voraus

"In Zukunft ist die Cloud eine Laufzeitumgebung, in der die Entwickler ihre Funktionen inklusive eines Deskriptors direkt deployen, der die Laufzeitbedingungen, wie SLAs und Zugriffsberechtigungen beschreibt", sagt Achim Weiß, CEO der IONOS SE über die Zukunft der Cloud. Auf diese neue Nutzungsform ist die IONOS Cloud schon heute ausgerichtet und ist damit vielen anderen Anbietern um einiges voraus. Zusammen mit einer garantiert hohen Datensicherheit und einem Datenschutz, der alle Daten vor dem unberechtigten Zugriff durch ausländische Behörden schützt, ist die IONOS Cloud die bevorzugte Plattform für immer mehr europäische Unternehmen.

Fazit

Die Ergebnisse der IDC-Studie sind eindeutig: Die Cloud ist und bleibt nach wie vor der beste Weg, um sich als "Unternehmen der Zukunft" aufzustellen. Die Effektivität der Cloud-Strategie wird ein entscheidender Faktor sein, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum eines Unternehmens sicherzustellen.

Die wachsende Komplexität von Business und IT erfordern zunehmend multiple Cloud-Ressourcen. Das führt zu einer Situation, in der sich hybride und multiple Cloud-Szenarien immer stärker vermischen. Und: Alle Clouds werden ihre Leistungsfähigkeit nur mit einer guten Cloud Operations entfalten können.

Mittelfristig werden sich digitale Infrastruktur-Frameworks mit der Cloud als Core-Element durchsetzen. Dabei sind Offenheit und Integrationsfähigkeit die Hauptanforderungen, um Anwendern alle erforderlichen Ressourcen und Funktionalitäten nahtlos zur Verfügung zu stellen.

Alle Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der IDC-Studie finden Sie hier.

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