Vor 25 Jahren

Die erste E-Mail erreicht Deutschland

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Rund ein Vierteljahrhundert später hat sich die Elektro-Post in Deutschland weit genug etabliert, um die Politik zu beschäftigen. So verkündete Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor wenigen Monaten: "De-Mail steht für Fortschritt, IT und IT-Sicherheit made in Germany." Anlass: Das Bundeskabinett verabschiedete das sogenannte Bürgerportalgesetz, demzufolge Verwaltungsangelegenheiten zwischen Bürgern und Behörden ab 2010 rechtsverbindlich im Internet abgewickelt werden können. Mit dem System De-Mail, kurz für "Deutschland-Mail", sollen Verträge, Anträge und andere Dokumente verschlüsselt versendet werden.

Von De-Mail bis Courriel

Auch in Frankreich hat die E-Mail die Politik beschäftigt. Wie das Internet-Nachschlagewerk Wikipedia zu berichten weiß, ging es dabei allerdings weniger darum, dem Amtsschimmel Beine zu machen. Vielmehr schützt la Grande Nation ihr Kulturgut: 2003 verbot das französische Ministerium für Kultur den Gebrauch des Wortes E-Mail in offiziellen Schreiben staatlicher Einrichtungen. Stattdessen spricht man von "Courriel" - kurz für "Courrier électronique".

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