Smart Grids

Die intelligenten Stromnetze der Zukunft

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 

Intelligente Netze ohne Komforteinbuße

Dr. Richard Hausmann von der Siemens AG Energy Sector. Er ist CEO und Leiter des Company Project Smart Grid Applications.
Dr. Richard Hausmann von der Siemens AG Energy Sector. Er ist CEO und Leiter des Company Project Smart Grid Applications.
Foto: Siemens Energy

Eine wachsende Bevölkerung, die Weiterentwicklung von Schwellenländern sowie neue Anwendungsbereiche für Strom tragen weltweit zu einem steigenden Verbrauch bei. Dazu kommt der Ausbau der stark schwankenden erneuerbaren Energien. Es ist an der Zeit, die Stromnetze gründlich zu optimieren - denn ein "intelligentes" Netz kann nötige milliardenschwere Investitionen deutlich reduzieren. Derzeit sind die Netze auf den Spitzenverbrauch am Tage ausgelegt und nachts nur gering ausgelastet. Gelingt es uns, den Energieverbrauch gleichmäßiger zu gestalten, können die Stromnetze effizienter dimensioniert werden.

Das Smart Grid braucht Anwendungen, die wir mit unserer Erfahrung über die gesamte Energiekette mitgestalten wollen - für intelligente Netze ohne Komforteinbuße! Wir haben deshalb das Konzernprojekt "Smart Grid Applications" ins Leben gerufen, dessen Leiter ich bin. Akkus von Elektroautos können in nur einer Stunde geladen werden und dem Fahrer ist egal, um welche Uhrzeit dies nachts geschieht. Intelligente Steuersysteme werden den optimalen Ladezeitraum ermitteln.

Viele weitere Geräte kommen als Smart-Grid-Lösungen in Frage - Wärmepumpen, elektrische Warmwasserboiler und Nachtspeicherheizungen, Kühl- und Gefrierschränke. Wann diese Strom verbrauchen, ist dem Besitzer gleichgültig: Hauptsache, er hat warmes Wasser, die Heizung hält das Haus warm und die Lebensmittel bleiben kühl. (Computerwoche)

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