SaaS


Software as a Service (SaaS) soll Kosten reduzieren

Die IT-Pläne von Volkswagen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.
Der VW Golf - bevor er vom Fließband rollt, soll er digital gebaut werden.
Der VW Golf - bevor er vom Fließband rollt, soll er digital gebaut werden.
Foto: VW AG

Das kann nicht jeder IT-ler. Und so klingen die Pläne des Konzerns in Sachen Personalentwicklung zunächst paradox: VW will neue IT-Fachleute einstellen und das IT-Team ständig weiterentwickeln und qualifizieren - gleichzeitig aber die Kosten gering halten.

Klaus Hardy Mühleck will die IT-Kostenführerschaft in der Autobranche halten

Mühleck pocht gern auf seine Rolle als Kostenführer in der Branche und gibt die IT-Ausgaben für 2007 mit 0,9 Prozent vom Umsatz an. Aus Unternehmenssicht löst sich der Widerspruch auf - zwar werden die Personalkosten absolut gesehen steigen, aber wegen des erhofften Umsatzwachstums dürften sie relativ gesehen nicht nach oben gehen. Der Volkswagen-CIO sagt: "Auf längere Sicht muss es sich rechnen. Ich kann deshalb nicht sagen, wir halten jedes Jahr die IT-Kosten stabil. Wir wollen aber weiterhin die Kostenführerschaft behalten. Das ist ein Wettbewerbsvorteil."

Die digitale Fabrik dient als Vorzeige-Projekt für die neue Standardisierungs-Strategie: Das Konzern-Produktdaten-Management (PDM) wird sukzessive aufgebaut, damit diese Daten die Grundlage des Autobaus am Bildschirm liefern.

Ein weiterer Punkt von Mühlecks Plan ist eine möglichst starke Zentralisierung der IT. Der CIO will die Verfügbarkeit von Daten, Rechnerleistung und Übertragungskapazität steigern und gleichzeitig die Kosten senken. In Deutschland steht ein zentrales Rechenzentrum, Asien und Amerika haben regionale Data Center.

Zentrale Steuerung ist auch das Stichwort für die Versorgung mit Software: Die Konzern-IT wird künftig Anwendungen zu Großabnehmerkonditionen einkaufen und den Standorten nach dem Modell Software as a Service anbieten.

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