"Tech Populism" von Collaboration bis Cloud Computing

Die künftigen Mitarbeiter: Playstation statt PC

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Eine gewagte These - der Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications bei IDC Central Europe, denn auch nicht zustimmen will. Jedenfalls "nicht in dieser Schwarz/Weiß-Darstellung". Seiner Ansicht nach muss erst einmal geklärt werden, was mit Cloud Computing eigentlich gemeint ist. "Der Begriff ist ja pfiffig, aber die Definition entwickelt sich noch", sagt Spies. Manch einer bezeichne schon das bloße Document Sharing im Internet als Cloud Computing.

Für den IDC-Analysten gehören Software as a Service oder On Demand oder Service-orientierte Architekturen (SOA) dazu. "Auch das sind ja wiederum Schlagworte, die eine ganze Kette nach sich ziehen", erklärt er.

Cloud Computing wird die E-Mail nicht ersetzen

Grundsätzlich rechnet Rüdiger Spies Cloud Computing gute Chancen aus: "Letztendlich werden wir es alle nutzen, um auf Ressourcen zugreifen zu können, und das nicht nur vom Computer aus, sondern auch vom Handy, Telefon, Ipod oder GPS-System", sagt er. Grob gesagt könne man von "IT as a service" sprechen, so der Analyst.

Dennoch ist Spies überzeugt: Cloud Computing wird Kollaborationswerkzeuge wie die E-Mail nicht abschaffen. Er plädiert für Gelassenheit im Umgang mit der neuen Technologie. Ähnlich wie beim Thema SOA vor drei Jahren müsse man erst einmal abwarten, bis Referenzprojekte vorliegen. Erst, wenn der neue Begriff von den Marketiers der Hersteller gefüllt wird, könne eine konsolidierte Gesamtbewertung vorgenommen werden.

Über den Trend Cloud Computing hinaus stellt Forrester-Analyst Matthew Brown drei Dinge fest:

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