Finance IT


Stakeholder-Dialog

Die Social-Media-Strategie der Deutschen Bank

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

CIO.de: Was ist das wichtigste Ziel des Teams?

Pecher: Ziel Nummer eins ist für uns, den Dialog mit unseren Stakeholdern zu intensivieren. Dies wollen wir in erster Linie über Social-Media-Kanäle erreichen. Aber wir sind wesentlich breiter aufgestellt. Deshalb verstehen wir uns ja als Emerging- and Social-Media-Team. Es geht bei unserer Arbeit also nicht ausschließlich um Social Media, sondern auch darum, die Medien so zu bedienen, wie es die Kommunikationsbedürfnisse heute erfordern. Daher ja auch die Position des Online-Sprechers.

CIO.de: Welche Ziele verfolgen Sie darüber hinaus?

Pecher: Darüber hinaus spielt im Web 2.0 neben unseren drei Hauptkanälen zum Beispiel auch die Blogger-Szene eine Rolle. Die wird immer interessanter. Dort engagieren sich Journalisten und andere Finanz-Experten, die sich zu Meinungsbildnern entwickeln. Auch für die wollen wir Ansprechpartner sein. Und außerdem haben wir die Aufgabe, Themen und Inhalte innerhalb der Bank zu identifizieren, aufzubereiten und über die am besten geeigneten Kanäle zu veröffentlichen. Kurz: Es geht um Dialog und Information.

CIO.de: Wie definieren Sie den Erfolg des Teams und wie werden Sie den messen?

Pecher: Anfang Mai sind wir gestartet. Wir setzen uns zunächst keine quantifizierbaren Ziele. Qualität ist für uns wichtiger als Quantität. Wir sind erfolgreich, wenn es uns gelingt, mit den Nutzern in einen Dialog zu treten und ihnen qualitativ hochwertige Inhalte anzubieten. So etwas ist nicht immer direkt messbar.

Interne Akzeptanz für Social Media gesteigert

CIO.de: Wie ist denn Ihr erster Eindruck von der Arbeit des Teams?

Pecher: Was wir jetzt schon positiv merken, ist, dass wir intern die Akzeptanz für Social Media steigern konnten. Das Thema hat jetzt einen völlig anderen Stellenwert als noch vor zwei Jahren.

CIO.de: Was darf ein solches Team denn kosten?

Pecher: (lacht) Das hängt immer auch davon ab, welche Ziele durch den Einsatz von Social Media erreicht werden sollen. Mit unserem Budget können wir gut arbeiten und werden unsere momentanen Ziele auch erreichen.

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