Zwischen Cloud, Mobile und Menschen

Die Zukunft von Microsoft Office

09.04.2014
Von Axel Oppermann
Axel Oppermann beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Social Enterprise, Cloud Computing und Microsoft hineinfällt. Axel schreibt auf Computerwoche als Experte zu den Themen Enterprise Cloud, Digital Enterprise und dem IT-Lieferanten Microsoft. Als IT-Analyst berät er Anwender bei der Planung und Umsetzung ihrer IT-Strategien. Axel ist Geschäftsführer des Beratungs- und Analystenhaus Avispador aus Kassel. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE
Microsoft präpariert sein Office-Portfolio für die Zukunft und bringt Apps für das iPad. Die Zukunft sieht der Hersteller im Zusammenspiel von Cloud, Social, Mobile und Analytics. Die große Frage ist, ob Kunden diesen Weg mitgehen.

Noch vor der ersten Einführung einer Touchscreen-Version von Office für Windows 8 präsentiert MicrosoftMicrosoft Word-, Excel- und PowerPoint-Apps für das iPadiPad. Auch wenn hierdurch zahlreiche Windows-Anwender verärgert werden dürften, ist die Signalwirkung von besonderer Bedeutung. Es ist zwar eigentlich 1.520 Tage nach der ersten Präsentation und Markteinführung des iPads keine Besonderheit mehr, dass etablierte Software- und Serviceanbieter eine App für die Plattform präsentieren. Allerdings wird mit dieser Veröffentlichung der Wille - beziehungsweise der Zwang - von Microsoft sichtbar, Services auf allen wichtigen Pattformen bereitzustellen. Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Freilich gibt es schon zahlreiche Services wie OneDrive, OneNote oder Skype, die auf AndroidAndroid, iPad und Co. genutzt werden können. Aber mit einer Bevorzugung des iPads gegenüber dem hauseigenen Surface oder Produkten von Partnern wie Lenovo oder Fujitsu wird die Seriosität der plattformübergreifenden Servicestrategie untermauert. Alles zu Android auf CIO.de

Kostenlose und bezahlpflichtige Funktionen

Microsoft vermarktet die Office-Apps für das iPad in Form eines "Freemium"-Modells. Der Begriff "Freemium" bezieht sich auf ein Konzept für mehrstufige und mehrseitige Geschäftsmodelle. Die Idee dahinter basiert auf der Annahme, ein großes Kundensegment mit einem kostenlosen Angebot versorgen zu können. Aus dieser Anwendergruppe lässt sich ein Cluster segmentieren, der bereit ist, für mehrwertige Leistungen zu bezahlen.

Die Monitarisierungskomponente für die iPad-Apps ist Office 365. Doch die für "touch-first" entwickelten Apps ermöglichen in der kostenlosen Variante kein umfassendes Bearbeiten und Gestalten. Um Dokumente zu bearbeiten, ist ein kostenpflichtiges Abonnement von Office 365 notwendig. Qualifizierte Servicepläne sind unter anderem Office 365 Midsize Business, Office 365 Enterprise E3 und E4 oder Office 365 ProPlus.

Die Zukunft von Microsoft Office

Mit der aktuellen On-Premises-Office-Generation Office 2013 hat Microsoft sein traditionelles Geschäftsmodell noch nicht aufgegeben. Der Office-2013-Client selbst wird noch mit einer entsprechenden (unbefristeten) Lizenz angeboten. Gleiches gilt für Office-Server-Exchange, SharePoint, Lync und Project. Die einzelnen Serverprodukte können einzeln betrieben und genutzt werden. Ein Support wird bis in das nächste Jahrzehnt angeboten.

Es ist allerdings zu erkennen, dass die Innovationen zukünftig stärker aus der Integration der Server kommen und sich der Entwicklungsschwerpunkt klar in Richtung Cloud-Bereitstellung verlagert - mit entsprechenden Abrechnungsmodellen. Die Bereitstellungsintervalle werden immer kürzer. Bereits heute stehen alle paar Wochen neue Funktionen oder kleinere Anpassungen zur Verfügung.