PAC Desktop Management Radar

Dienstleister reif, aber wenig innovativ

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Allein in Deutschland macht PAC im Wettbewerb "eine Vielzahl unterschiedlichster Anbieter" aus, die das Marktforschungsunternehmen erstmals in seinem Radar untersucht hat. Der Radar, so PAC, "dient der ganzheitlichen Evaluierung und visuellen Positionierung der führenden Anbieter." Neben vordefinierten Kriterien wie Umsatzgröße und -entwicklung sowie Marktanteil der Provider bewerteten die Marktforscher insbesondere auch die Leistungsfähigkeit und spezifische Kompetenz im betrachteten Marktsegment.

Siemens SIS und T-Systems unter den Klassenbesten

Auf den Plätzen der Klassenbesten landeten bei der unter den Kunden von Outsourcing-Dienstleistern durchgeführten Befragung Siemens IT Solutions and Services (SIS) und T-Systems. Bei beiden Unternehmen stellt PAC eine direkt auf die Anforderungen zugeschnittene Angebotspalette, eine starke internationale Ausrichtung sowie eine überdurchschnittlich gute Marktposition fest.

Allerdings, so PAC-Consultant Karsten Leclerque, sind die Abstände zur Konkurrenz klein: "Im Radar liegen alle Unternehmen in der Qualität nahe beieinander." Für die Kunden ist das eine gute Nachricht, weil der deutsche Anbieter-Markt trotz bescheidener Outsourcing-Quoten insgesamt gut aufgestellt ist.

Der einzige Kritikpunkt aus der Sicht des Analysten ist die mangelnde proaktive Delivery. "Gerade im Commodity-Markt ist der Preisdruck sehr groß", meint Leclerque. Wer aber als Kunde nur darauf aus sei, den Preis zu drücken, nehme dem Dienstleister ein Stück weit die Möglichkeit, sich im Sinne des Kunden für strategische Fragen zu engagieren. "Für Innovation braucht man auch ein bisschen Luft".

SIS-Chef Robert Gögele nimmt die Kritik an: "Ja das stimmt", meint er und führt dieses Dilemma ebenfalls auf den Kostendruck zurück. "Je stärker der Service kommoditisiert ist, desto mehr müssen die Dienstleister auf ihre Kosten achten. Darunter leidet das Innovationsthema."

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