Healthcare IT


Apps gegen Krankenstand

Digitale Helfer gegen Stress

28.05.2015
Von Andreas Schulte

App registriert Matratzenbewegungen

Das Start-up Soma Analytics adressiert mit einer speziellen App Personalabteilungen von Unternehmen in der Größenordnung von 1.000 Mitarbeitern. Beschäftigte können sie auf ihrem eigenen Smartphone installieren. Über das Mikrofon misst die Anwendung Emotionen in der Stimme beim Telefonieren. Erfasst wird auch, ob eine SMS hektisch oder in Ruhe getippt wird.

Selbst im Bett registriert Soma Analytics noch Matratzenbewegungen, um Rückschlüsse auf den Schlafrhythmus zu ziehen. Sammelt man diese Daten länger, kann ein Algorithmus den StresslevelStresslevel bestimmen und Vermeidungsstrategien vorschlagen. Anwender erhalten wöchentliche Reports. All das natürlich nur, wenn der Mitarbeiter einverstanden ist. Top-Firmen der Branche Gesundheit

Die Personalabteilung kann mit den anonymisierten Daten ausmachen, in welcher Abteilung oder zu welcher Tageszeit das Stresspotenzial am größten ist. Der Einfluss von Stress auf Mitarbeiterfluktuation soll sich so vermindern lassen.

Datenschutz-Bedenken hätten die Beschäftigten selten, sagt Soma-Analytics-Chef Johann Huber. "Viele wollen wissen, wie hoch das eigene Stresslevel ist." Bei einigen mittelständischen Kunden sei die App im Einsatz.

Gleich zwei Anti-Stress-Apps bietet der kalifornische Anbieter Azumio für jedermann zum Download. Eine schnelle Diagnose verspricht der "Stress Check": Mit dem Finger deckt man die Kamera des SmartphonesSmartphones ab. Das Gerät misst so den Herzschlag und verspricht Rückschlüsse auf die Belastung des Organismus. Mit dem "Stress Doctor" zeichnet das Smartphone zudem die Atemfrequenz auf. Verlaufen beide unrhythmisch, deute dies häufig auf stressbedingtes Unwohlsein hin, so die Anbieter. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Ob solche Anwendungen verlässlich sind oder nicht: "Für Unternehmen können sie immer nur eine Ergänzung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement sein", sagt Weiler. "Eine App kann möglicherweise Symptome wie zum Beispiel eine veränderte Herzrhythmusfrequenz feststellen, aber sie kann die Ursache dafür nicht erkennen. (Handelsblatt)

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