Retail IT


Corona-Vorgabe

Digitaler Pförtner hilft Conrad Electronic

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Ein sogenannter digitaler Pförtner kontrolliert beim Händler Conrad Electronic die Anzahl der Kunden in der Filiale.
In einer Berliner Filiale von Conrad Electronic wacht ein "digitaler Pförtner" darüber, dass die zulässige Kundenzahl nicht überschritten wird.
In einer Berliner Filiale von Conrad Electronic wacht ein "digitaler Pförtner" darüber, dass die zulässige Kundenzahl nicht überschritten wird.
Foto: Conrad Electronic SE

Die Handelskette Conrad Electronic pilotiert in einer Filiale in Berlin-Schöneberg ein digitales System zur Einlasskontrolle. Mittels Sensoren an Ein- und Ausgängen überprüft die Anwendung in Echtzeit, wieviele Menschen sich im Geschäft aufhalten. Den "digitale Pförtner" hat die hauseigene Sparte Conrad Connect gemeinsam mit Smart City Solutions, einem IoT-Startup aus Karlsruhe, entwickelt. Hintergrund ist eine gesetzliche Vorgabe zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Nach Unternehmensangaben funktioniert die Anwendung ohne Kameras und stellt damit den DatenschutzDatenschutz sicher. Andreas Bös, Vice President bei Conrad Connect, erklärt: "Wenn die Ordnungsämter die Einzelhandelsgeschäfte kontrollieren, können sie auf diese Daten zugreifen." Die Daten seien anonymisiert und erfüllten damit die Anfoderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVODSGVO), so der Manager. Alles zu DSGVO auf CIO.de Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Fillialleiter will die Nutzung ausbauen

Der digitale Pförtner kombiniert Sensoren mit einem Empfänger für den Betrieb im LoRaWAN-Netzwerk. LoRA steht für Long Range, Verbindungen über weite Strecken. LoRaWAN erreicht auch Standorte, die per Mobilfunk nicht erreichbar sind. Alle Daten über die Personenbewegungen gelangen verschlüsselt auf die Conrad Connect-Plattform, wo sie ausgewertet und visualisiert werden.

Ein Dashboard stellt Mitarbeitern in der Filiale diese Daten bereit, so dass vor Ort entschieden werden kann, ob Personal an die Kasse, ins Lager oder in die Verkaufsräume geschickt wird. Die Kunden sehen auf einer "digitalen Ampel" am Eingang, ob sie eintreten können. Jochen Mädler, der die Pilot-Filiale leitet, zieht die digitale Lösung der "ungenauen Strichliste" eines Wachdienstes vor.

Er plant nun, einen smarten Lautsprecher von Sonos mit der Plattform zu verknüpfen. "Sobald der digitale Pförtner meldet, dass sich eine längere Schlange bildet, kann der Lautsprecher Musik spielen oder über die Sonderangebote informieren, um die Wartezeit angenehmer zu machen", so der Filialleiter.

Die Conrad Electronic SEConrad Electronic SE aus Hirschau (Oberpfalz) wurde 1923 gegründet und operiert bis heute als Familienunternehmen. Sie beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Top-500-Firmenprofil für Conrad Electronic SE

Conrad Electronic | Internet der Dinge (IoT)
Branche: EinzelhandelEinzelhandel
Use Case: ComplianceCompliance/gesetzlich vorgeschriebene Einlasskontrolle
Dienstleister: Conrad Connect und Smart City Solutions
Einsatzgebiet: Pilotsystem in Berliner Filiale Alles zu Compliance auf CIO.de Top-Firmen der Branche Handel

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