E-Commerce B2B

Digitalstrategie der TAKKT AG zeigt erste Resultate

Der Versandhändler TAKKT hat aus seiner Konzernstrategie eine "Digitale Agenda" sowie sechs Handlungsfelder abgeleitet. Die Ergebnisse ein Jahr nach Beginn des Projekts "Vision 2020" können sich sehen lassen.
Der B2B-Versandhändler TAKKT dient als Holding in Europa für die Gesellschaften Business Equipment Group und Packaging Solutions Group sowie in Amerika für die Merchandising Equipment Group, Restaurant Equipment Group, Displays Group und Office Equipment Group.
Der B2B-Versandhändler TAKKT dient als Holding in Europa für die Gesellschaften Business Equipment Group und Packaging Solutions Group sowie in Amerika für die Merchandising Equipment Group, Restaurant Equipment Group, Displays Group und Office Equipment Group.
Foto: TAKKT

Die Ziele klingen ehrgeizig: Bis 2020 will der Spezialversandhändler für Geschäftsausstattungen das E-Commerce-GeschäftE-Commerce-Geschäft von 450 Millionen Euro auf 900 Millionen verdoppeln (Gesamtumsatz 2017: 1,1 Milliarden Euro), die Organisation nachhaltig verändern, 50 Millionen Euro in Mitarbeiter und Technologie investieren und mittelfristig das Umsatzwachstum erhöhen. So hat es das SDAX-notierte Unternehmen TAKKTTAKKT in seiner "Vision 2020" niedergeschrieben. Top-500-Firmenprofil für Takkt Alles zu eCommerce auf CIO.de

"Die Digitale Agenda hinterfragt bestehende Strukturen und schreitet mutig voran mit der Schaffung einer Kultur von ‚test and learn", sagt Peter Bruhn, Senior Digital Advisor bei TAKKT.
"Die Digitale Agenda hinterfragt bestehende Strukturen und schreitet mutig voran mit der Schaffung einer Kultur von ‚test and learn", sagt Peter Bruhn, Senior Digital Advisor bei TAKKT.
Foto: TAKKT

Die Handlungsfelder der Digitalstrategie

Seit 2016 genießt die digitale Transformation höchste Priorität im Vorstand des Handelsunternehmens. Um die Ziele mit einer klar definierten Roadmap zu erreichen, hat TAKKT aus seiner Konzernstrategie eine Digitale Agenda sowie sechs Handlungsfelder abgeleitet. Dabei verfolgt die Stuttgarter Holding einen dezentralen Ansatz mit ihren verschiedenen Gesellschaften, um nah am Kunden zu sein und agil auf Marktanforderungen reagieren zu können.

Die sechs Handlungsfelder heißen:

• Strategie & Innovation,

• Customer Journey,

• Organisation & Kultur,

• Daten & Analytik,

• Technologie und

• Prozessautomatisierung.

Alle Gesellschaften haben einen CDO

Zugleich hat TAKKT eine neue Organisation geschaffen, in der alle sechs Gesellschaften einen Chief Digital Officer (CDO) bekommen haben. Und in der TAKKT-Holding gibt es jetzt den neuen Zentralbereich "Digitale Transformation", den Senior Digital Advisor Peter Bruhn verantwortet.

TAKKT will herausragende Kundenerlebnisse schaffen. Dafür werden jetzt in allen Geschäftsbereichen Personas und Customer Journeys ermittelt.
TAKKT will herausragende Kundenerlebnisse schaffen. Dafür werden jetzt in allen Geschäftsbereichen Personas und Customer Journeys ermittelt.
Foto: TAKKT

Wie sich allerdings zeigte, erschwerten dezentrale IT-Verantwortung und dezentrale IT-Infrastruktur in den Gesellschaften die übergreifende Zusammenarbeit. Deshalb fördert und fordert TAKKT das Best-Practice-Sharing zwischen den IT-Bereichen der Sparten.

Die ersten Ergebnisse der Transformation

Die bisherige Bilanz seit Beginn der digitalen Transformation im Jahr 2017 ist beachtlich: Der E-Commerce-Anteil liegt bei 47 Prozent, von beschlossenen 141 Maßnahmen wurden 75 in Gang gebracht und 27 erfolgreich beendet. Außerdem stellte TAKKT bereits 78 von geplanten 100 neuen digitalen Talenten ein.

5 Maßnahmen

1. In allen sechs Gesellschaften einen Chief Digital Officer eingesetzt.

2. Auf Holding-Ebene den Zentralbereich „Digitale Transformation“ und die Position des Senior Digital Advisor geschaffen.

3. "Unbedingte Vorfahrt für DigitalisierungDigitalisierung" als Steuerungsprinzip unternehmensweit verankert. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

4. Ressourcen, Stellen und Budgets für digitale Transformation wurden geschützt.

5. Neue Werte- und Führungsleitlinien erarbeitet.

Und von den bis 2020 anvisierten 50 Millionen Euro für Mitarbeiter und Technologien investierte Takkt 2017 schon 16 Millionen Euro. Nicht nur die Ziele der Vision 2020 sind also ehrgeizig, auch ihre Umsetzung in der Praxis gelingt offenbar.

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