Cloud Storage treibt die Schatten-IT

Dropbox-Alternativen für Unternehmen

28.11.2013


René Büst ist Research Director in Gartners Managed Business and Technology Services Team mit Hauptfokus auf Infrastructure Services & Digital Operations. Er analysiert Entwicklungen im Bereich Cloud Computing (Anbieter von Managed Cloud-Services und Public Cloud sowie Cloud-Strategien wie IaaS, PaaS und Multicloud), digitale Infrastrukturen und Managed Services sowie den Einfluss der digitalen Transformation auf die IT. Seit Mitte der 90er Jahre konzentriert sich Herr Büst auf den strategischen Einsatz der IT in Unternehmen und setzt sich mit deren Einfluss auf unsere Gesellschaft sowie disruptiven Technologien auseinander.

ownCloud

ownCloud ist wie TeamDrive eine Filesharing- und Synchronisations-Lösung. Sie richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die ihre Daten selbst unter Kontrolle behalten und nicht auf externe Cloud-Storage-Dienste zurückgreifen wollen. Den Kern der Anwendung bildet der ownCloud-Server. Darüber lässt sich die Software zusammen mit den ownCloud-Clients nahtlos in die existierende IT-Infrastruktur integrieren. Zudem ermöglicht der Server die Nutzung bereits vorhandener IT-Management-Tools. ownCloud dient als lokales Verzeichnis, bei dem unterschiedliche lokale Speicher gemountet werden. Dadurch stehen die Dateien allen Mitarbeitern auf allen Geräten zur Verfügung. Neben einem lokalen Storage können auch Verzeichnisse über NFS und CIFS angebunden werden.

ownCloud: ownCloud ermöglicht den Aufbau eines eigenen Cloud Storage auf Open-Source Basis.
ownCloud: ownCloud ermöglicht den Aufbau eines eigenen Cloud Storage auf Open-Source Basis.

Die ownCloud-Funktionen bilden eine Reihe von Add-ons, die direkt in das System integriert sind. Dazu gehören unter anderem ein Dateimanager, eine Kontaktverwaltung sowie Erweiterungen für OpenID, WebDAV und ein Browser Plugin zur Betrachtung von Dokumenten wie ODF und PDF. Weitere Applikationen zur Zusammenarbeit im Unternehmen stehen über ownClouds eigenen Marktplatz bereit. Dateien lassen sich über den Browser auf den ownCloud-Speicher hochladen oder mit Clients für lokale und mobile Betriebssysteme synchronisieren.

Sicherheit bietet ein Plugin für die serverseitige Verschlüsselung, das standardmäßig jedoch nicht aktiviert ist. Ist das Plugin aber aktiviert, werden die Dateien verschlüsselt sobald sie auf dem ServerServer gespeichert werden. Hierbei werden nur die Inhalte der Dateien, die Dateinamen selbst aber nicht verschlüsselt. Zudem setzt ownCloud ausschließlich auf Sicherheit „at Rest“. Alles zu Server auf CIO.de

Der größte Vorteil von ownCloud ist auch gleichzeitig ein Nachteil. Die Kontrolle über die Daten, die ein Unternehmen durch den Einsatz von ownCloud zurückgewinnt, verursacht andererseits Kosten für den Aufbau und den Betrieb. Administratoren benötigen ausreichend Kenntnisse über den Betrieb von Webservern wie Apache, aber auch über PHP und MySQL, um ownCloud erfolgreich einzusetzen. Hinzu muss eine akribische Konfiguration kommen, ohne die die erwartete Geschwindigkeit der ownCloud-Installation nicht zu erreichen ist.

Stärken:

  • Open-Source;

  • Vielfalt an Applikationen;

  • Clients unterstützen die gängigen Betriebssysteme.

Schwächen:

  • Schwache Sicherheit und Verschlüsselung;

  • hoher Aufwand für den Betrieb einer eigenen ownCloud Infrastruktur.

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