Mailserver

E-Mail-Systeme professionell absichern

17.09.2010
Von Johann Baumeister
Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de

Datensicherung durch Backups

Der traditionelle Weg der Datensicherung erfolgt durch periodische Kopiervorgänge der Daten auf externe Bandmedien oder auch Bandbibliotheken. Die gängigsten Verfahren hierbei sind die Vollsicherung, die inkrementelle Sicherung oder differenzielle Sicherung. Die Sicherungen laufen meist in Zeiten mit wenig Last wie nachts oder am Wochenende.

Bei täglichen Backups kann der Datenverlust im Störungsfall einen ganzen Arbeitstag betragen. Auch der Wiederherstellvorgang selbst kann mehrere Stunden bis Tage dauern. Das Angebot an Sicherungstools in diesem Segment ist recht umfangreich. Dazu gehören beispielsweise die Werkzeuge von CA (ARCserve), EMC (Legato Networker), HP (Data Protector), IBMIBM (Tivoli Storage Manager) und Symantec (Backup Exec). Daneben stehen aber auch noch viele kleinere Anbieter, die ähnliche Produkte offerieren. Alles zu IBM auf CIO.de

DPM: Der Data Protection Manager von Microsoft sichert nach dem CDP-Verfahren. In der Protection Group werden die zu sichernden Daten beschrieben.
DPM: Der Data Protection Manager von Microsoft sichert nach dem CDP-Verfahren. In der Protection Group werden die zu sichernden Daten beschrieben.

Die traditionelle Sicherung hat den Nachteil eines relativ großen Datenverlusts und einer langen Wiederherstellungszeit. Durch die kontinuierliche Datensicherung (Continuous Data Protection / CDP) werden beide Werte reduziert. Die CDP-Sicherungsverfahren arbeiten meist mit sehr kleinen Sicherungsintervallen bis hinab zu wenigen Minuten. Gesichert wird meist auf Plattensysteme. Diese können im gleichen Raum oder weit entfernt stehen. Entfernte Sicherungssysteme werden über IP-Strecken angebunden und erfüllen implizit die Forderung nach einer Standortsicherung.

CDP-Verfahren bringen aber auch Änderungen hinsichtlich der Wiederherstellung der E-Mail-Daten. Die Rücksicherung kann meist durch die Benutzer selbst vorgenommen werden. Zur Umsetzung von CDP existieren sowohl eigene Server-Lösungen als auch eine Kombination mit globalen Speichersystemen und eigenen Routinen zur Datenspiegelung.

Die Anbieter der traditionellen Sicherungswerkzeuge bieten meist auch Varianten ihrer ToolsTools mit der Möglichkeit zur kontinuierlichen Datensicherung an. Hinzu kommen aber auch spezialisierte Anbieter. MicrosoftMicrosoft hat mit dem Data Protection Manager (DPM) eines dieser Werkzeuge im Angebot. Der Data Protection Manager weist auch die notwendigen Interfaces zur Sicherung der Exchange-Inhalte auf. Zur Sicherung der Daten auf das Zweitsystem greift Microsoft auf einen im Betriebssystem verankerten Dienst, den Volume Shadow Service, zurück. Der potenzielle Datenverlust im Fehlerfall sinkt auf den Zeitpunkt seit der letzten Sicherung der Daten, dies sind im Minimum 15 Minuten. Die von den überwachten Exchange-Servern eingesammelten Daten speichert der DPM in einem Datenpool. Bei größeren Umgebungen legt man diesen auf ein separates Speichersystem. Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Tools auf CIO.de

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