Mailserver

E-Mail-Systeme professionell absichern

17.09.2010
Von Johann Baumeister
Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de

CDP mit Failover kombiniert

Die Werkzeuge dieser Kategorie ermöglichen eine Absicherung von Server-Systemen über IP-Strecken hinweg. Über spezielle Integratoren erfolgt die Anbindung an die E-Mail-Systeme wie etwa Exchange. Gesichert werden sowohl die Daten als auch die Applikationsdienste und alle Konfigurationseinstellungen der Registry. Durch den Rückgriff auf eine IP-Verbindung ist der Einsatz auf keine Region begrenzt.

Das Prinzip dieser Verfahren basiert auf zwei identischen Rechnersystemen im Aktiv/Passiv-Betrieb. Der aktive Rechner spiegelt dabei seine Daten fortwährend an den passiven Partner. Dessen Rolle ist die Entgegennahme der Daten vom aktiven Partner und die Überwachung dessen auf Funktionsfähigkeit. Dies passiert durch einen Heartbeat, der zwischen den Geräten ausgetauscht wird.

Durch den Einsatz von IP als Kommunikationsverbindung können diese Verfahren sowohl zur Absicherung von Server-Systemen in Rechenzentren als auch für das Desaster Recovery über Weitverkehrsnetzen (WAN) eingesetzt werden. Im Fehlerfall übernimmt der bis dato passive Rechner die Arbeit des ausgefallen aktiven Geräts.

Zu den Anbietern in diesem Segment zählen Neverfail Heartbeat von Neverfail, Doubletake oder etwa WANsync von CA. Wenngleich die prinzipiellen Ausführungen der Tools vergleichbar sind, gibt es Unterschiede in der Implementierung. Diese liegen beispielsweise darin, ob die verwendeten Server-Systeme hinsichtlich der Hardware identisch sein müssen oder nicht. Neverfail beispielsweise verlangt keine gleiche Hardware. Die Rechner dürfen sich durchaus bezüglich der CPU, des BIOS, des Mainboards, des Speicherausbaus oder der Netzwerkanbindung unterscheiden. Damit erlaubt Neverfail auch den Einsatz eines älteren Rechners, der nicht die gleichen Leistungswerte aufweisen muss wie das primäre System.

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