Studie "Digitale Agenda 2019"

Erfolgsmodell Digitalisierung

16.07.2019
Anzeige  Wohin die "digitale Reise" für Unternehmen geht, zeigt eine umfassende Marktanalyse von DXC Technology. Ein zentrales Ergebnis: Der größte Teil der Unternehmen setzt auf die Digitalisierung – und verzeichnet messbare Erfolge.

Kein Zweifel, die digitale Transformation hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz Fahrt aufgenommen. Das belegt die vierte Auflage der DXC Technology Studie "Digitale Agenda 2019". So haben mittlerweile 71 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region eine digitale Agenda entwickelt. Im Vorjahr war das nur bei rund der Hälfte der Firmen der Fall.

Auf dem Weg zum Digitalisierungs-Erfolg? Die DXC-Studie „Digitale Agenda“ zeigt, was im Unternehmensumfeld Sache ist.
Auf dem Weg zum Digitalisierungs-Erfolg? Die DXC-Studie „Digitale Agenda“ zeigt, was im Unternehmensumfeld Sache ist.
Foto: DXC

Also alles gut? Nicht ganz, denn 86 Prozent der 800 befragten Führungskräfte räumen ein, dass der digitale Wandel ihre Branche massiv verändert hat. Im Umkehrschluss heißt das, dass 15 Prozent zwar wissen, welche Effekte die Digitalisierung hat, aber noch keine digitale Agenda haben. Allerdings wollen mehr als 80 Prozent der befragten Firmen bis Ende 2019 über einen solchen "Digital-Fahrplan" verfügen.

Startups: Partner statt Konkurrenz

Angst davor, dass ihnen alerte, digitale Startup-Unternehmen den Rang ablaufen, haben die Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht. Vielmehr sehen mehr als drei Viertel der etablierten Firmen in den Newcomern potenzielle Partner z.B. für das Management von Programmierschnittstellen (APIs), über die Firmen Apps von Partnern und Kunden an ihre IT-Umgebung andocken können.

Getreu dem Motto "Von den Großen lernen" gehen zudem 70 Prozent der Befragten davon aus, dass sie vom Digital-Knowhow von Riesen wie Amazon, Google oder Microsoft im Bereich Digitalisierung profitieren können. Als Gefahr werden solche Unternehmen hingegen weniger betrachtet. Anders sieht das bei klassischen Mitbewerbern aus, die in derselben Branche erfolgreich mit Digitalisierungsprojekten aktiv sind. Etwa die Hälfte der Teilnehmer an der Studie von DXC Technology stuft diese als Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell ein.

Wie sich Digitalisierung auszahlt

Ein ermutigendes Signal für alle Unternehmen ist, dass die Digitalisierung greifbare Ergebnisse bringt. Insgesamt 56 Prozent der Firmen, die eine digitale Agenda haben, können erste Erfolge nachweisen. Das gilt speziell für die Bereiche, die für sie eine besonders hohe Priorität haben - wie etwa die Kundenzufriedenheit, Umsatzsteigerungen oder Qualitätsverbesserungen. So bewerten 84 Prozent der Firmen den Erfolg ihrer Digitalisierungsstrategie in Bezug auf die Zufriedenheit ihrer Kunden als gut bis sehr gut. Fast ebenso viele kommen in puncto Umsatzerhöhungen (81 Prozent) und höhere Qualität (79 Prozent) zum selben Ergebnis.

Es gibt aber durchaus "Luft nach oben"; Denn 36 Prozent der Firmen mit einer digitalen Agenda und Erfolgen bei der Digitalisierung sehen es als "zwingend" an, künftig mit Hilfe einer Digitalstrategie messbare Erfolge bei der Kundenzufriedenheit zu erzielen. Aber nur 27 Prozent stufen die bereits erreichten Erfolge als "sehr gut" ein. Ein ähnliches Verhältnis zeigt sich bei den Umsatzsteigerungen: Rund 26 der Firmen bewerten den erzielten Erfolg als "sehr gut", aber 44 Prozent halten höhere Einnahmen durch Digitalisierung für unverzichtbar.

Die passende Organisationsform finden

Zu den Faktoren, die Führungskräften bei der Digitalisierung Kopfzerbrechen bereiten, zählt die Organisationsform. Denn eine Art "Blaupause" für alle Firmen und Branchen gibt es nicht. Laut der Studie von DXC Technology kristallisieren sich derzeit drei Organisationsformen heraus, mit denen Firmen die Digitalisierung angehen:

  • ein "Chef-Digitalisierer" in Form eines Chief Digital Officer (25 Prozent),

  • digitale Projektteams (24 Prozent),

  • sowie unabhängige, agile Digital-Teams (20 Prozent).

Wichtig ist daher, dass Unternehmen den für sie optimalen Weg finden, gegebenenfalls mithilfe von externen Beratungsunternehmen. Allerdings hat die Studie eine Tendenz zutage gefördert: 28 Prozent der Firmen mit einer digitalen Agenda und messbaren Erfolgen greifen auf agile Projektteams zurück, die außerhalb der Unternehmensstruktur angesiedelt sind. Damit ist dieser Ansatz tendenziell erfolgversprechender als andere. Einen "organisatorischen Königsweg" zum digitalen Erfolg gibt es dennoch nicht. Viel wichtiger ist, dass Firmen überhaupt in Richtung Digitalisierung gehen und ihre Mitarbeiter dabei an Bord holen.

Faktor Mensch: Bremser und Innovatoren

Gerade der Faktor Mensch bereitet vielen Unternehmen Kopfzerbrechen. So stellen mehr als 60 Prozent der Führungskräfte bei ihren Mitarbeitern eine mangelnde Bereitschaft fest, vorhandene Vorgehensweisen zu ändern. Hinzu kommt, dass sich Abteilungen wie Silos verhalten. Fast zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte kritisieren, dass die Kommunikation über Abteilungsgrenzen hinweg im Rahmen von Digitalisierungsprojekten mangelhaft ist.

Wer erfolgreich digitalisieren will, muss die Mitarbeiter überzeugen. Denn in vielen Firmen wollen Beschäftigte bestehende Prozesse nicht verändern.
Wer erfolgreich digitalisieren will, muss die Mitarbeiter überzeugen. Denn in vielen Firmen wollen Beschäftigte bestehende Prozesse nicht verändern.
Foto: DXC

Abhilfe können mehrere Vorgehensweisen schaffen. Zum einen "Leadership Communication": Geschäftsführung und Abteilungsleiter müssen klar kommunizieren, warum die Digitalisierung für das Unternehmen wichtig ist und auf welche Weise sie umgesetzt wird. Zum anderen ist es wichtig, Mitarbeiter das erforderliche Knowhow zu vermitteln, etwa durch Weiterbildungsmaßnahmen.

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Welche Technologien "Digitalisierer" einsetzen

Ebenfalls in Richtung "Mensch" zielt ein weiteres Ergebnis der Studie: Als wichtigste Technologie bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben stufen Unternehmen neue digitale Arbeitswelten ein. Sie sind geprägt durch Collaboration-Plattformen, mobile Endgeräte sowie IT-Umgebungen, die ein zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten erlauben, z.B. mit Hilfe von Cloud Services. Dabei erhöht ein zeitgemäßer Digital Workplace nicht nur die Effektivität von Mitarbeitern, sondern auch deren Motivation. Künftig werden weitere Technologien an Bedeutung gewinnen. Dazu gehören Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML). Auffallend ist, dass laut der Studie von DXC Technology Branchen mit einer digitalen Agenda und messbaren Erfolgen im Bereich Digitalisierung digitale Arbeitswelten und KI als wichtiger einstufen als Wirtschaftszweige, die keine Agenda nutzen.

Auch das Thema Service-Management hat bei den Vorreitern in Sachen Digitalisierung einen höheren Stellenwert. Der Hintergrund ist, dass diese Technologie eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Qualität und der Kundeninteraktion spielen. Dies sind die Bereiche, in denen Unternehmen mit einer Digitalagenda bereits heute messbare Erfolge verzeichnen. In Summe gilt: Die Digitalisierung ist eine individuelle Reise, auf der Unternehmen vieles lernen - und sich deshalb Schwerpunkte bei Zielen, Vorgehensweisen/Organisation und Technologien verschieben.

Fazit: Die Digitalisierung ist bei Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz "angekommen" - und sie zeigt nachweislich eine positive Wirkung. Wer bislang einen Bogen um das Thema gemacht hat, sollte somit schleunigst damit beginnen, eine digitale Agenda auf- und umzusetzen. Wichtig ist dabei, schnell zu starten und auch in Kauf zu nehmen, dass das eine oder andere Digitalisierungsprojekt in einem frühen Stadium scheitert. Solche Lerneffekte gehören zu einer "digitalen Reise".

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