IT als Stolperstein bei Fusionen

Fast jedes dritte IT-Projekt scheitert

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Deloitte rät, IT-Aspekte so früh wie möglich in M&A-Projekte einzubinden. Bisher allerdings lassen nur 15 Prozent der Unternehmen die IT-Integration schon bei der Entwicklung der StrategienStrategien einfließen. Alles zu Strategien auf CIO.de

Expertenrat: In der Due Dilligence-Phase mit virtuellen Datenräumen arbeiten

Unterstützung finden die Analysten beim Institute of Mergers & Acquisitions & Alliances (Manda) aus Wien. Das Institut geht einen Schritt weiter und empfiehlt während der Due Dilligence-Phase den Einsatz virtueller Datenräume. In dieser Phase wägt der potenzielle Käufer Risiko und Wert einer Transaktion ab.

Dabei sei die Informationsgewinnung in einem virtuellen Datenraum (VDR) effizienter, weil VDRs von mehreren Teams parallel und geografisch verteilt genutzt werden können. Das Manda geht daher davon aus, dass sich virtuelle Datenräume zum Standardwerkzeug bei Fusionen und Zukäufen entwickeln werden.

Motive für Mergers und Akquisitionen aus der Sicht von CIOs
Motive für Mergers und Akquisitionen aus der Sicht von CIOs

Doch ob nun virtuell oder physisch - aus Sicht von Deloitte bleibt das Thema M&A auf der Tagesordnung. Der Mehrzahl der CIOs ist klar, dass dabei die Verbesserung der Wettbewerbsposition (89 Prozent) und Expansion in neue Märkte (53 Prozent) die wichtigsten Treiber sind. Kosteneffizienz steht mit 32 Prozent der Nennungen erst auf Platz vier.

Peter Ratzer, Partner CIO Advisory bei Deloitte, zieht folgendes Fazit: "Bei der IT-M&A-Etablierung empfiehlt sich eine prozessorientierte Herangehensweise in vier Schritten: Reflektion der Business-Anforderungen, IT Health Check, Entwicklung einer IT-Strategie sowie die Umsetzung von Handlungsempfehlungen."

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