Strategien


Studie: E-Business in Unternehmen

Firmen verzichten auf Web 2.0

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Welche E-Business-Anwendungen KMUs laut der NEG-Studie am seltensten nutzen.
Welche E-Business-Anwendungen KMUs laut der NEG-Studie am seltensten nutzen.
Foto: NEG

Danach dünnt es bereits aus: Schutzmaßnahmen zur Datensicherung kommen aktuell nur auf einen Wert von 3,9. Immerhin soll diese Maßnahme in zwei Jahren bei 4,4 liegen. Datenaustausch mit Externen bewerten die Studienteilnehmer derzeit mit 3,7 (Zwei-Jahres-Vorschau: 4,2).

NEG führt außerdem die besonders selten genutzten Internet-Anwendungen auf. Demnach vergeben die Mittelständler für die Elektronische Unterstützung der Logistik eine knappe 1,6 (Zwei-Jahres-Vorschau: 2,1). Business-to-Government-Plattformen liegen aktuell bei 1,7, sollen aber auf 2,4 steigen.

Nur wenig anders sieht es bei Business-to-Customer-Plattformen aus: Diese erreichen derzeit eine knappe 1,9 und sollen auf 2,5 steigen. Elektronische Unterstützung der Ressourcenplanung kommt ebenfalls auf eine knappe 1,9. Binnen zwei Jahren ist ein Wert von 2,6 angepeilt. Ihre Nutzung von Web 2.0-Elementen auf der Website stufen die Befragten aktuell bei 1,9 ein. Immerhin: Dieser Bereich soll in zwei Jahren bei 2,9 liegen.

Immer noch Informationsbedarf bei Web 2.0

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Mittelständlern für solche Anwendungen das Know-how fehlt. Viele fühlten sich außerdem durch hohe Einführungskosten abgeschreckt - wobei diese Kosten auf Schätzungen basierten. Die Befragten geben selbst zu, dass sie Informationsbedarf haben.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auch kleine und mittelständische Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Computerspionage. 56 Prozent der Befragten geben an, darüber werde bei ihnen gesprochen. Vollständige Präventionsmaßnahmen haben davon nach eigener Einschätzung aber nur knapp neun Prozent ergriffen. 22 Prozent erklären, einzelne Maßnahmen umgesetzt zu haben. Die verbleibenden 25 Prozent haben bisher noch nichts unternommen, obwohl Computerspionage ein Thema im Unternehmen sei.

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