Cybersicherheit

Fraunhofer eröffnet Lernlabor

22.03.2017
Digitalisierung, permanente Cyberattacken und gesetzliche Änderungen drängen Unternehmen zu deutlich mehr IT-Sicherheit. Was müssen sie dabei beachten, und welche Fähigkeiten sollten ihre Mitarbeiter entwickeln? Fragen, die Experten der Fraunhofer Academy auf der CeBIT in Halle 6 beantworten.

Unternehmen greifen häufig auf externe IT-Spezialisten zurück und akquirieren zusätzliche IT-Fachleute. Um langfristig den Wissensbedarf abzudecken und mehr IT-Sicherheit zu gewährleisten, setzt Fraun­hofer auf Qualifizierung und Weiterbildung.

IT-Sicherheit für Anwender

Das "Lernlabor Cybersicherheit" wendet sich an Anwender und Entscheider. Die Lernmodule sind auf die Bedürfnisse der Industrie und öffentlichen Verwaltung abgestimmt. Nur so weiß die Akademie, welche Fähigkeiten Fach- und Führungskräfte entwickeln müssen, um in IT-Sicherheit fit zu sein. Eineempirische Studie von Fraunhofer zur systematischen Erkennung konkreter Bedarfe aus der Wirtschaft begleitet den Aufbau des Weiterbildungsangebots Lernlabor Cybersicherheit. Mit Open-Data-Lösungen werden die Stellenangebote in sozialen Karrierenetzwerken analysiert. Die Weiterbildung lässt sich somit auf die Bedürfnisse der Anwenderfirmen abstimmen.

Technologie- und Telekommunikationsbranchen fordern eher IT-Fähigkeiten bei der Entwicklung sicherer Software, beim Testen und Absichern von Programmen oder in Analytik. Anwenderbranchen wie Grundstoffe, Gesundheitswesen, Industrie- und Verbrauchsgüter wünschen sich eher Zertifizierungen, Protokollanalyse und Sicherheitskonzepte für die industrielle Produktion. Für Energieversorger spielt die Sicherheit der Gebäudeautomations-Netzwerke eine Rolle.

Die fünf gesuchtesten Cyber-Profis

Das Stellenprofil im Bereich Cybersicherheit ist in komplexe Rollen segmentiert. Vorrangig werden gesucht:

  1. IT-Manager/IT-Berater,

  1. IT-Entwickler/IT-Planer,

  1. IT-Forensiker/Analysten,

  1. IT-Anwender und

  1. IT-Beauftragte/IT-Tester.

IT-Manager sensibilisieren für Themen, erzeugen Bewusstsein und beraten. IT-Forensiker hingegen analysieren digitale Vorfälle und betreiben Ursachenforschung. Nicht allzu häufig lassen sich die Rollen trennscharf abbilden. Etwa 15 Prozent der Stellen zielen auf ein eher generalistisches IT-Profil der Person: Sie besitzen fundierte wie auch breite IT-Fähigkeiten. Damit gehören einzelne IT-Fähigkeiten nicht länger nur zu einer Rolle, sondern sind grundsätzlich in diversen Funktionen vakant. So wird etwa das fundierte und breite Fachwissen in "Hochsicherheit, Emergency Response" auch im Themenfeld "Internet-Sicherheit und IT-Forensik" angewandt. Zeitgleich entstehen neue Profile wie Data Intelligence oder Agile IT-Development, deren IT-Fähigkeiten sich von etablierten Themenclustern abheben.

Kursangebot: Von Mobile Security zu Industrie 4.0

Durch die Sichtweise eines Hackers zu mehr Sicherheit gelangen: Ent­wickeln Sie Ihre Hacking-Fertigkeiten am Stand der Fraunhofer Academy in Halle 6, Stand B36.Experten geben Tipps, auch zu den Themen:

  • industrielle Produktion/Industrie 4.0,

  • kritische Infrastrukturen/Anwendungsfall Energie­ undWasserinfrastrukturen,

  • Hochsicherheit und Emergency Response,

  • Internet-Sicherheit und IT-Forensik,

  • Softwarequalität und Produkt­zertifizierung; EmbeddedSystems, Mobile Security undInternet of Things.

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