Studie über Karriere-Hemmnisse

Führungskräfte in Karriere-Krisen

Andrea König schreibt seit 2008 für CIO.de. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager. Die Arbeit als freie Autorin für verschiedene Redaktionen ist mittlerweile kein Vollzeitjob mehr - hauptberuflich arbeitet sie als PR-Beraterin bei einer Hamburger Kommunikationsagentur.

Neben den Karriereschwellen hat Executive Coach Gudrun Happich die Umfrageteilnehmer auch nach ihren persönlichen Lösungsideen gefragt. Die meisten Manager (58,3 Prozent) glauben, ein Unternehmenswechsel würde ihre Situation verbessern. Als häufige Lösungsideen wurden außerdem der Ausstieg aus der Karriere (40 Prozent), der Gedanke, besser werden zu müssen (36, 7 Prozent) oder ein Karrieresprung (25 Prozent) genannt.

"Die ersten Impulse lauten auch meiner Erfahrung nach oft ‚Ich muss woanders hin‘ oder ‚Ich muss noch mehr leisten‘", kommentiert Happich die Ergebnisse. Überrascht habe sie, wie häufig in der Umfrage der Karriere-Ausstieg als Option genannt wird. Berufliche und persönliche Erfüllung, das scheinen viele Menschen leider nicht unter einen Hut zu bringen.

Spannendes Detail der Umfrage ist der Vergleich dieser ersten Lösungsideen mit dem Weg, den Manager dann auch tatsächlich gewählt haben. Denn der unterscheidet sich stark von der ersten Idee. Bei 98 Prozent der Umfrageteilnehmer lag die zuerst angedachte Lösung außerhalb des Unternehmens, tatsächlich sind aber 89 Prozent geblieben.

Die meisten Führungskräfte ändern nichts

Die meisten von ihnen - 38,3 Prozent - haben letztendlich nichts unternommen und stecken noch in der gleichen Situation. Ein Viertel hat immer noch die gleiche Position inne und hat an seiner Einstellung gearbeitet. 23,3 Prozent der Teilnehmer haben das Unternehmen gewechselt, 20 Prozent sind aufgestiegen und 15 Prozent haben sich selbstständig gemacht. 6,7 Prozent der Befragten sagen von sich selbst, dass sie die beste Position im Unternehmen gefunden haben.

Ein gutes Drittel der Manager hat sich an einer Karriereschwelle oder während einer Krisensituation schon einmal von einem Coach begleiten lassen. Insgesamt fühlen sich mehr als drei Viertel der Befragten (76,6 Prozent) in Krisensituationen von ihrem Arbeitgeber alleingelassen. Gudrun Happich sieht hier viel Potenzial brachliegen: "Unternehmen können mit geeigneten Unterstützungsmaßnahmen ihre besten Leistungsträger binden und sie zu Magneten für weitere High Performer machen", fordert sie.

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