HP, Sun Microsystems, Lenovo mögliche Interessenten

Fujitsu Siemens Computers: So könnte die Zerschlagung aussehen



Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.

Andreas Zilch, Vorstandsmitglied der Experton Group, sagte FSC in seiner Ende Juli erschienenen Einschätzung "Quo Vadis FSC?" einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang für das Geschäftsjahr 2008/2009 voraus. Den Verkauf des PC-Bereichs an einen reinen PC-Vendor wie Lenovo oder Acer spricht auch er an, allerdings mit Einschränkungen: "Wir sind aber eher skeptisch, ob ein solcher Käufer seine eigene Marktposition durch den FSC Kauf signifikant stärken könnte."

Hewlett Packard könnte zugreifen

Zudem bringt Zilch auch Komplettanbieter wie HPHP ins Spiel: "Wir halten auch das PC-Geschäft bei einem Komplettanbieter zum Beispiel für Cross-Selling durchaus für wertvoll." Der einzige sinnvolle Weg für die übrigen Unternehmensbestandteile von FSC sei seiner Meinung nach die Übernahme durch Fujitsu. Aktuelle Probleme des Unternehmens löse dieser Weg jedoch nicht. "Bei beiden potentiellen Deals sind die Bewertung und damit die Preisverhandlungen sehr schwierig", so Zilch. Alles zu HP auf CIO.de

Gartner-Analyst Errol Rasit zählt neben Lenovo beispielsweise auch Sun Microsystems zu den Unternehmen, die Interesse anmelden könnten. Die Zukunft des profitablen Mainframe Geschäfts könnte er sich beim Siemens-Konzern vorstellen. Den erfolgreichen Storage-Bereich vermutet Rasit zukünftig eher bei Fujitsu. All zu sehr spekulieren möchte er nicht: "Der Kooperationsvertrag kann weiter bestehen oder nicht. Am 1. Oktober wissen wir mehr."

Stellungnahmen sind von keinem der betroffenen Unternehmen zu bekommen. Siemens kommentiert die Medienberichte nicht, FSC verweist die Zuständigkeit an Siemens und Fujitsu und Fujitsu Deutschland erklärt, dass der Vertrag nicht mit ihnen, sondern direkt mit der Muttergesellschaft in Japan geschlossen wurde. "Wir haben weder die Information noch irgendwelche Hinweise", kommentiert ein Sprecher die Lage. Auch aus Japan direkt gibt es keinen Kommentar. "Die Diskussionen laufen noch. Danke für Ihr Verständnis", schreibt ein Sprecher von Fujitsu Limited.

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