IT-Gehälter 2013

Gehaltsrunde für IT-Profis fällt mager aus

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

IT-Projektleiter gehören mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 74.170 Euro zu den Spitzenverdienern unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung. Hat ein Projektleiter direkte Leitungsbefugnis über seine Mitarbeiter, kann er in der Regel mit einem Viertel bis zu einem Drittel mehr Einkommen rechnen. Es folgen SAP-Berater (66.457 Euro), IT-Berater (63.610 Euro) und IT-Sicherheitsspezialisten (62.360 Euro). Das Schlusslicht bilden – wie in den vergangenen Jahren – Mitarbeiter im Anwendersupport (39.840 Euro) und Web-Designer (37.000 Euro). Eine gute Nachricht: Vor zwei Jahren machte deren Jahresgehalt noch rund 35.000 Euro aus.

Eine gute Ausbildung lohnt sich

63 Prozent aller Personen, deren Daten in die Studie eingeflossen sind, verfügen über einen Hochschulabschluss. IT-Mitarbeiter mit Universitätsabschluss verdienen im Schnitt 60.000 Euro, ein Fachhochschulabschluss bringt 59.450 Euro. Der Master hat noch nicht das Niveau des Diploms erreicht, ist aber auf einem guten Weg und wird mit rund 53.500 Euro Jahresgehalt honoriert. Der Abstand liegt an dem noch niedrigen Durchschnittsalter der Master-Inhaber. Mit dem Bachelor-Diplom, für das dasselbe gilt, schafft man durchschnittlich 45.500 Euro. Absolventen von Berufsakademien oder Fachschulen mit staatlich anerkanntem Abschluss verdienen knapp 51.000 Euro im Jahr. Wer eine Lehre absolviert hat, muss sich mit 41.500 Euro im Jahr zufriedengeben. Wichtiger Hinweis: Bei den Zahlen handelt es sich nicht um Einstiegsgehälter, sondern um Einkommen, die im Schnitt mit dem jeweiligen Abschluss im Durchschnitt zu erreichen sind.

Berufserfahrung wirkt sich positiv im Portemonnaie aus: Spezialisten mit drei bis sechs Jahren Berufspraxis kommen auf rund 46.600 Euro jährlich, mit einer Berufserfahrung von sieben bis zehn Jahren liegen die Gehälter im Schnitt bei 51.460 Euro. Wer mehr als zehn Jahre im Geschäft ist, hat durchschnittlich 60.540 Euro im Jahr auf dem Lohnzettel.

Große Firma, großes Geld

Nach wie vor beeinflusst die Unternehmensgröße stark die Höhe des Gehalts. Je größer das Unternehmen, umso höher die Vergütung. Um diesen Unterschied zu verdeutlichen, hat Personalmarkt die Gehälter aller IT-Fachkräfte eines Unternehmens in einen Topf geworfen und den Durchschnitt ermittelt. In einem mittelständischen Betrieb mit bis zu 100 Mitarbeitern nimmt der Computerfachmann rund 43.410 Euro im Jahr nach Hause, wechselt er dann zu einem größeren Mittelständler mit bis zu 1000 Beschäftigten, sind es gleich 7000 Euro mehr im Jahr. Bevorzugt er einen Konzern, kommen nochmals rund 10.000 Euro drauf. Um weitere 40.000 bis 50.000 Euro kann das Gehalt steigen, wenn der IT-Experte eine Führungsfunktion mit Personalverantwortung übernimmt.

In Frankfurt und München liegen die Gehälter 15 Prozent über dem Durchschnitt.
In Frankfurt und München liegen die Gehälter 15 Prozent über dem Durchschnitt.
Foto: roberts_stockman/Fotolia.com

Große Gehaltsunterschiede lassen sich auch auf die Regionen zurückführen. Während Arbeitgeber in Metropolen wie München und Frankfurt am Main etwa 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt bezahlen, müssen sich IT-Mitarbeiter in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein mit drei Prozent unter dem Durchschnitt bescheiden. Noch stärker – aber auch das ist keine neue Erkenntnis – ist das Gefälle zwischen Ost und West. So liegt das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern 25 Prozent und selbst die Hightech-Region Dresden noch elf Prozent unter dem Durchschnitt.

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