Karriere und Kommunikation

Generation Y versus ältere Mitarbeiter

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

So wollten die Studienautoren wissen, ob die Menschen manche Regeln gern beiseiteschieben und einfach frisch loslegen ("skip the process and dive right into execution"). Das Bejahen beide Altersgruppen - aber unter den Älteren sind es mit zwei von drei Teilnehmern (66 Prozent) deutlich mehr. Von den Jüngeren stimmt "nur" gut jeder Zweite (52 Prozent) zu.

Folgerichtig stellen sich denn auch die Antworten auf die Gegenfrage dar: Dass sie vor dem Start gern einen genauen Ablauf festlegen, beantwortet etwa nur jeder dritte Ältere mit "ja", von den Jüngeren ist es wiederum knapp jeder Zweite (48 Prozent).

Jüngere mit höheren Karriere-Ambitionen

Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei der Arbeitgeberbindung. 62 Prozent der Älteren sind der Meinung, man sollte mindestens drei Jahre in einem Unternehmen bleiben. Dem stimmen aber nur 53 Prozent der Jüngeren zu.

Dafür erklären 47 Prozent der jüngeren Arbeitnehmer, man solle nur so lange in einem Job bleiben, bis die Skills für den nächsten Karriereschritt reichen. Das bejahen jedoch nur 38 Prozent der Älteren.

Stichwort nächster Karriereschritt: Auch hier scheiden sich die Geister. Gut sechs von zehn Jüngeren (61 Prozent) finden, man solle alle zwei bis drei Jahre befördert werden, wenn man seine Sache gut macht. Unter der Generation 55 Plus findet das mit gut vier von zehn Befragten (43 Prozent) deutlich weniger Zustimmung.

In einem Punkt haben die Marktforscher dieselbe Antwort gehört: 60 Prozent der Arbeitnehmer gehen am Liebsten allein in die Mittagspause. Da unterscheiden sich Jüngere und Ältere überhaupt nicht.

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